Uthuria verschoben und verändert

Aufgrund der großen Resonanz aus der Fangemeinschaft zu den bisher in An fremden Gestaden bekannt gewordenen Setzungen zum Südkontinent hat die Uthuria-Redaktion nochmal die Köpfe zusammengesteckt, um die aktuellen Planungen noch einmal zu überdenken.

Der erste Band der Regionalkampagne, Porto Velvenya, wird nun also nicht noch dieses Jahr zur DreieichCon, sondern erst während des ersten Quartals 2013 erscheinen.

Bis dahin soll noch einiges umkonzeptioniert werden, so wird voraussichtlich der Kontinent im Vergleich zu der auf der Karte in An fremden Gestaden ersichtlichen Größe auf etwa zwei Drittel geschrumpft werden.

Der Vorschlag aus Richtung des DereGlobus-Projekts, den Kontinent besser gleich auf ein Drittel der AfG-Größe zu verkleinern (Nandurion berichtete), sei geprüft worden, jedoch aufgrund des gesichteten offiziellen Quellenmaterials nicht zwingend erforderlich und widerspreche dem Designziel, lange Reisewege und wirklich große Wüstengebiete zu platzieren. Die DSA-Redaktion bittet jedoch darum, offizielle Angaben, welche die Empfehlungen des DereGlobus-Projekts dringend stützen und eventuell übersehen worden sein könnten, an die entsprechenden Autoren per Forenbeitrag oder Feedback-Mail weiterzuleiten.

Quelle: Ulisses Homepage | Diskussion: DSA4-Forum

Über Feyamius

Mein Name ist Daniel und ich spiele seit 1995 DSA, etwa seit dem Umstieg auf DSA4 größtenteils als Meister. Ich bin seit Herbst 2010 ein Nandurion-Blogger und Ansprechpartner für Simias Werkbank.
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25 Kommentare zu Uthuria verschoben und verändert

  1. di Piastinza sagt:

    O-Ton Ulisses: „Kennt ihr Stellen, an denen offizielle Aussagen (also in Publikationen aus dem Hause Schmidt Spiele, Uhrwerk, FanPro oder Ulisses) zur Lage der Kontinente zueinander getroffen werden, vor allem in Bezug auf Myranor?“ Na toll! Vorschläge und Wünsche gerne – aber die Setzungshistorie durchforsten?! Hätten sie bei Ulisses nicht Leute wie Stefan Küppers abserviert, die längst tief in die Thematik eingearbeitet waren, dann müssten jetzt nicht die Fans die Recherchearbeit erledigen! Eigentlich schon unterirdisch, was da abläuft!

  2. ulix sagt:

    Überschneiden sich bei einer Verkleinerung um nur ein Drittel nicht noch die östlichen Ausläufer Myranors mit den westlichen Uthurias?

  3. „Überschneiden sich bei einer Verkleinerung um nur ein Drittel nicht noch die östlichen Ausläufer Myranors mit den westlichen Uthurias?“

    Also bitte, wirf hier nicht mit Vermutungen und Fragezeichen um dich! Als Spieler und potentieller Käufer bist du jetzt in der Pflicht, glasklare Fakten und eindeutige Belege zu liefern. Wie soll denn die Redaktion sonst professionell arbeiten?

  4. Zwerg des Monats sagt:

    Das sind nicht die ersten Konsequenzen aus der Entprofessionalisierung von DSA unter Ulisses. Aber so langsam könnte es selbst Ulisses auf den Keks gehen. Aber vielleicht ist die Schmerzgrenze immer noch nicht erreicht. Man darf gespannt sein.

  5. Ghulgrube sagt:

    In Efferds Wogen gibt es ein Kapitel zum Meer der Sieben Winde. Darin findet sich auf S. 17 eine graue Box „Die Reise ins Güldenland“. Dort heißt es: „Aventurien und das Güldenland werden durch etwa 3000 Meilen offene See getrennt“.

    Vieleicht hätte man dort mal nachsehen sollen…

  6. TeichDragon sagt:

    *Seufz*

    Es ist wirklich verdammt schwer Quellen mal ordentlich zu lesen.
    Es geht NICHT NUR um die ENTFERNUNG Aventurien / Myranor / Uthuria, sondern auch im die Lage ZUEINANDER. Und ICH hab dazu habe ad hoc wenig an Informationen im Kopf.
    Vielleicht geht es ja anderen Leuten anders – und GENAU HIER setzt die Bitte an.

    Um ehrlich zu sein, die DERE Projektion dürfte auch nur auf extrem vielen Annahmen beruhen.
    Das ist keinesfalls böse gemeint – aber echte Hard-Facts fallen mir wenig ein.
    Auch OOG-Karten habe ich da wenig im Kopf. so überhaupt vorhanden…

  7. di Piastinza sagt:

    @TeichDragon: DereGlobus taugt meines Erachtens zwar nicht dazu, für jedes geografische Detail Aventuriens die enzyklopädische Referenz abzugeben (das würde zu viele Gestaltungsspielräume einschränken), aber für eine rationale Konstruktion der großmaßstäblichen Zusammenhänge bleibt es unerlässlich. In diesem Sinne ist es eine Voraussetzung dafür, bestimmte Setzungen sinnvoll zu treffen. Um diese Setzungen geht es, nicht um „Annahmen“.

    DereGlobus ist in meinen Augen keine Enzyklopädie, sondern ein Werkzeug und Dokumentationsmittel zur Plausiprüfung alles Großmaßstäblichen auf Dere. Und an der Stelle hat Ulisses mit der Trennung von langjährigen Mitarbeitern Vorarbeiten in die Tonne getreten, für die sie jetzt offenbar keine Kapazität mehr haben und deshalb das Fandom um Zuarbeit anbetteln.

    Ich für meinen Teil empfinde das als skandalös – dann kann man aus dem „Schwarzen Auge“ auch gleich ein Open Source-Projekt machen! Wenn es dagegen durch ein Geschäftsmodell koordiniert werden soll (wogegen ich ja grundsätzlich gar keine Einwände habe), dann muss man mit dem Personal professionell umgehen, sonst kommt am Ende nur das Äquivalent einer gescheiterten Softwareklitsche dabei heraus!

  8. Rosa sagt:

    Auf mich macht das DereGlobus Projekt einen sehr professionellen Eindruck. Soweit ich das beurteilen kann, sind dort nicht nur reine Hardcore-DSA-Fans am Werk, sondern vor allem auch Hardcore-DSA-Fans, die einen studierten geographisch/geologischen Hintergrund haben.

    Meiner Meinung nach sind die Strecken auch bei Drittelung des Kontinents groß genug, dass es Jahre braucht, um den Kontinent zu durchwandern. Ist ja nicht so als würden sich dort lauter gut ausgebaute Straßen durch die Länder ziehen (nehme ich mal an). Das Argument von Thamor, wie lange es gedauert hat, bis Südamerika vollständig erschlossen war, fand ich diesbezüglich sehr überzeugend.

    Ich finde es löblich, dass auf das Uthuriamanifest eingegangen wird, aber die Idee, Uthuria nur auf zwei Drittel statt auf ein Drittel einzustampfen, und die Begründung dazu, wirkt auf mich ein wenig halbgar. Als wäre man zu stolz, sich ganz und gar auf das

    Ich freue mich dennoch auf Uthuria.

  9. ChaoGirDja sagt:

    Man hat es sich der Positionierung Aventuriens und Myranors im Globus jedenfalls nicht leicht gemacht und viele Option und Fürs und Wieders abgewogen.
    Dazu gehörten auch Redax-Korrespondenzen…
    Besonders die Globus-Grundlagen und die Postion Aventuriens darauf, sind direkt mit der Redax abgesprochen worden und keinesfalls „Willkürlicht von den Fans festgelegt“.
    Das macht auch die Lage Myranors auf dem Globus auch so zuverlässig, da ja bekanntermaßen der Kontinent vom Nordeis bis zum Südeis reicht und es damit nur noch eine Variable gibt: Den (mittleren) Abstand zu Aventurien.
    Und denn kennen wir ja schon lange und er beträgt rund 3000 Meilen.
    Entsprechend kann man die Aussagend er Redax, bezöglich der genauen Lage der Kontinente zu einander, idT nicht so wirklich nachvollziehen…
    Denn der Abstand von Myranor nach Aventurien ist schon lange gesetzt. Die Lage Aventuriens in den Breitengraden ergibt sich aus den Klima-Zohen Aventuriens relativ zwingend (und erstaunlich passend zu einer Eiszeit… wir wir damals feststellten) und lässt entsprechend auch nur sehr wenig Spiel. Die Lage Uthurias ergibt sich daraus dann relativ zwingend.
    Entsprechend verwirrend ist die Aussage:
    „Wir prüfen diese Einwände, konnten aber keine offiziellen Setzungen dazu finden, wie weit Uthuria genau von Aventurien entfernt ist und auch zur genauen Lage Myranors haben wir unseres Wissens nach nie eine Angabe gemacht. Die relative Lage der Kontinente zueinander haben wir ebenfalls bewusst nie offiziell thematisiert, um uns solche Setzungen, wie sie jetzt diskutiert werden, offenzuhalten. Die Lage der Kontinente, wie sie aktuell bei verschiedenen Fanprojekten als gesetzt angenommen wird, ist nach unseren Unterlagen nie offiziell definiert worden.“
    Sie ist nicht zu 100% falsch… Aber zu einem großen Teil.
    Man könnte auch sagen „da hat jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht“.

  10. di Piastinza sagt:

    Man könnte auch sagen “da hat jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht”.

    Oder anders ausgedrückt: auf diejenigen, die die Hausaufgaben gemacht haben, kann Ulisses nicht mehr zurückgreifen.

  11. Xeledon sagt:

    Das trifft leider den Kern. Ich habe nicht per se ein Problem mit den personellen Wechseln die unter dem Regiment von Ulisses vorgenommen wurden. Dass man teilweise aber die Arbeit, die sich die ehemaligen Mitarbeiter für das System gemacht haben, entweder ignoriert oder sogar bewusst mit Füßen tritt, dafür fehlt mir das Verständnis.

    Imho – und ich bin da absolut voreingenommen, das weiß ich und beschreibe daher im Folgenden ausschließlich meine persönliche Sicht der Dinge – ist der DereGlobus die präziseste Interpretation der vorhandenen Quellenlage, die möglich ist. Wir haben ja eben nicht völlig willkürlich Kontinente auf dem Globus positioniert, sondern uns intensiv mit den Angaben in offiziellen Publikationen auseinandergesetzt. Dass man dabei teilweise Dinge nicht einfach übernehmen konnte, sondern selbst interpretieren musste, liegt zu einem wesentlichen Teil daran, dass da einfach auch Widersprüche existieren, weil eben kein echtes Modell der Gesamtwelt existiert hat, anhand dessen offizielle Setzungen gemacht wurden, sondern in der Vergangenheit von Autoren grobe Abschätzungen fixiert wurden, die nicht immer ein konsistentes Bild abgeben. Gerade deshalb wurde beim DereGlobus viel Mühe auf das Quellenstudium und eine möglichst konsistente, realistische Gesamtdarstellung gelegt, insbesondere auch die Konsistenz mit den offiziellen Beschreibungen der Spielwelt war enorm wichtig. Deswegen wurde von Beginn an auch der Kontakt zu den Redakteuren gesucht und deren Vorstellungen berücksichtigt. Ich hoffe, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass der Ist-Zustand des DereGlobus die Spielwelt in einer Form zeigt, die von den zum Entstehungszeitpunkt maßgeblich verantwortlichen DSA-Redakteuren (insbesondere Thomas Römer) „abgesegnet“ und für die bestmögliche Interpretation der offiziellen Quellenlage gehalten wurde. Hier nun so zu tun, als wäre das nur eine willkürliche Setzung ahnungsloser Fans, die nicht durch offizielle Quellenangaben gestützt wird, tritt nicht nur die Arbeit des DereGlobus-Teams mit Füßen (was ehrlich gesagt auch Ulisses gutes Recht ist, unabhängig davon, ob uns das gefällt oder nicht), sondern insbesondere auch die der Redakteure, die DSA in der Vergangenheit maßgeblich geprägt haben. Und wenn letzteres das ist, was Ulisses mit dem Abschneiden alter Zöpfe und ihren Vorstellungen von der Entwicklung der DSA-Produktlinie bezwecken, dann könnten sie auch gleich alle Prä-Ulisses’schen DSA-Publikationen für ungültig erklären und der Spielwelt einen kompletten „Re-Launch“ verpassen, das von den ehemaligen Mitarbeitern angesammelte Know-How will man anscheinend ohnehin einfach der Vergessenheit anheimfallen lassen, um selber jedes bereits bekannte Fettnäpfchen noch einmal am eigenen Leib erfahren zu können.

    Das klingt nun vielleicht etwas hart, tatsächlich muss man Ulisses aber nicht gleich Boshaftigkeit unterstellen und nur weil ich die Argumentation zur Schrumpfung „UM ein Drittel statt AUF ein Drittel“ arg fadenscheinig und nicht nachvollziehbar finde, muss das noch lange nicht heißen, dass die nun angestrebte Verkleinerung kompletter Nonsense ist (zumal die erwähnte Anpassung des Maßstabs – wie Thamor an anderer Stelle bereits herausstellte – auch eher zu einer Verkleinerung um fast die Hälfte als „nur“ ein gutes Drittel führen würde). Auch wenn Ulisses also ganz offensichtlich kein Vertrauen in die Arbeit der DereGlobus-Projektes hat und sich bewusst von diesem distanziert (der Text lässt imho sogar erkennen, dass wir nochmal bei Null anfangen müssten, wenn wir ihnen erklären wollten, was das Projekt überhaupt sein will und wie wir arbeiten – alle diejenigen, denen wir das in der Vergangenheit bereits begreiflich machen konnten, sind ja inzwischen keine DSA-Redakteure mehr), ist es nun unsere Aufgabe, den neuen Maßstab einmal auszuprobieren (genau dafür verfügen wir ja bereits über das perfekte Werkzeug) und unvoreingenommen auf seine Tauglichkeit und Konsistenz zu den übrigen Positionierungen der Kontinente zu überprüfen, was wir natürlich auch vorhaben. Mal gucken, was dabei rauskommt.

  12. ChaoGirDja sagt:

    Ganz s hart hab ich jetzt zwar nicht Empfunden…
    Aber im Kern… trift das wohl wirklich den Nagen in den Kopf…

  13. ChaoGirDja sagt:

    Anhang:
    (Schade das kommentare keine Edit-Funktion haben 😀 )
    Xeledon…
    Würdest das vielleicht auch so im Ulisses-Forum schreiben?
    (oder darf man dich dort so Zitieren?)
    Ich halte das für einen sehr wichtigen Beitrag, der auch öffentlich auftauchen sollte, als in irgendeinem Kommentar….

  14. Xeledon sagt:

    Ich hab das mal noch ein bisserl umformuliert und ergänzt da auch gepostet.

  15. Zant sagt:

    Ich vermute, das geplante Konzept mit „Pseudoazteken“ und „Pseudoafrikanern/Ägyptern“ (?) erfordert nach Ansicht der Redax entsprechend viel Raum mit Savannen, Wüsten, Regenwäldern…

  16. Josch sagt:

    @Xeledon: Danke für die konstruktive Schlussbemerkung Deines Beitrags. Ich hoffe sehr, dass wir uns auch bei z.B. einem größeren Retcon der Entfernungen und/oder Größen an der Umsetzung im Globus-Projekt erfreuen können.

  17. ChaoGirDja sagt:

    Der Raum wäre auch bei 1/3 der Größe nach AfG vorhanden 🙂
    Selbst wenn du die Größe drittelst, ist Nord-Uhturia noch immer 3mal so groß wie Aventurien und ganz Uthuria damit mindestens 6mal so groß.
    Das ist mehr als ausreichend Platz für das ganze…

  18. Xeledon sagt:

    @Josch:
    Fandest du den Rest meines Beitrages denn so unkonstruktiv? 😉
    Aber tatsächlich kann ich da auch leicht die Klappe ganz weit aufreißen, wo doch der Löwenanteil der zu leistenden Arbeit wieder am Kollegen Thamor hängt… *grins*

  19. Josch sagt:

    @Xeledon: Nein, so war das auch nicht gemeint 🙂 Dass man auch bei berechtigter Verstimmung aber mit einem positiven Akkord endet, ist ja nicht ganz selbstverständlich 😉

  20. Josch sagt:

    Nachtrag: Und Arbeit an Thamor delegieren kann ich auch gut 😀

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