Ratcon 2014: Workshopbericht Splitterdämmerung

SplitterdämmerungGerede über Leonardo hier, Haffax‘ Pläne da, Zukunft der Schattenlande dort: Mir dämmerte, es würde in dem Workshop von Daniel Simon Richter wohl irgendwie um die Splitter gehen. So kam es dann auch.

Anfänglich erfahren wir, dass die Splitterdämmerung als Abenteuerzyklus das Geschehen um die niederhöllischen Einflüsse auf Dere, das mit Borbarad begann, weitgehend abschließen soll. Neu daran ist, wie sich im Workshop später herausstellt, das „weitgehend“ – aber dazu komme ich noch. Mit dem Erscheinen von Schleierfall stehen noch fünf Bände der Hauptlinie aus, die zudem weiter von Botenartikeln, Alveraniarsabenteuern und sonstigen Publikationen gestützt werden.

Es gilt übrigens Spoilerwarnung.

Thargunitoth: Träume von Tod & Seelenernte

Träume von Tod CoverDer Präzentorin der Heulenden Finsternis wird sich in zwei Bänden gewidmet. Der erste, Träume von Tod, wird dabei explizit nicht den Splitter zum Thema haben, stattdessen geht es um den Golgaritenorden und dessen Sinnsuche: Ursprünglich für den Kampf gegen Al’Anfa gegründet, später in den Dienst gegen die erstarkenden dämonischen Mächte gepresst und schließlich in der Rabenmark zu Feudalherren geworden, tanzen die Golgariten auf zu vielen HochBegräbnissen und müssen sich darüber klar werden, wo eigentlich ihre Zukunft liegen soll. Diesbezüglich mischt natürlich auch Ex-Ordensmeister Lucardus von Kémet mit und auch andere Akteure Schwarztobriens wie die Trollzackerin Chayka mit ihrer Barbarenhorde sind aktiv.

Haben die Spieler ausgeträumt, kann es mit der Seelenernte weitergehen, diese ist dann auch splitterlastig: Der TGT-Splitter wird vorkommen, zu erringen sein und explizit zerstört werden. Möglich sind dabei je nach Anstrengungen der Spieler drei Enden zwischen „triumphal“ und „knapper Sieg mit großen Opfern“, von denen eins kanonisch wird, die anderen beiden aber mit ein wenig Anstrengung auch ins fortlaufende Aventurien zu transplantieren sind. Nicht eingegangen wird in dem Abenteuer übrigens auf die Suche der Boronkirche nach dem neuen Talisman – allgemein hat der Rabengott seinen Hauptauftritt wohl eher im vorigen Abenteuer, hier wird stattdessen mehr die Perainekirche mit dem Diener des Lebens thematisiert.

Agrimoth: Der Träumeschmied

Wenig neues gibt es zum Agrimothband Der Träumeschmied. Dieser soll 1039 spielen und sich mit Leonardos Plänen zu seiner Weltmaschine beschäftigen. Bestätigt ist allerdings, dass Yol-Ghurmak auch nach der Splitterdämmerung erhalten bleibt.

Belhalhar: Verlorene Lande & Der Schattenmarschall

1039 wird es Rohaja zu bunt mit der Warterei: Das Ultimatum des Fürstkomturs ist lange verstrichen, jetzt geht sie in die Offensive über. In Die Verlorenen Lande zieht sie mit insgesamt drei Heeren über unterschiedliche Pfade in Richtung Mendena. Da alle drei ihre ganz eigenen Aufgaben zu bewältigen haben, wird empfohlen, das Abenteuer mit drei Heldengruppen zu spielen, die jeweils bei einem Heerzug dabei sind und diesem helfen, möglichst unbeschadet das Ziel zu erreichen. Es ist aber auch möglich, die Helden als mobile Problemlösungstruppe zwischen den Heeren hin- und herreisen zu lassen. An beispielhaften Herausforderungen wurde Brandolf von Ehrenstein genannt, der sich zusammen mit weiteren Transysiliern dem Heerzug anschließen will, dafür aber die Anerkennung als Herrscher Transysiliens fordert, oder die Befreiung eines kleinen Edlenguts, dessen Edlentitel mittlerweile gut 20 Personen führen, die möglichst hier und jetzt geklärt haben wollen, wer von ihnen das Land nun als Lehen führen darf.

Steht man schließlich vor den Toren Mendenas, beginnt das Abenteuer Der Schattenmarschall. Über dessen Inhalt wurde noch nicht gar zu viel gesagt, doch scheint es nicht auf eine reine Endschlacht gegen Haffax hinauszulaufen, denn den Splitter soll man recht schnell erlangen, das Abenteuer dreht sich in erster Linie um dessen weiteres Schicksal. Und: Haffax scheint nicht der einzige hauptsächliche Feind zu sein. Es wird ebenso möglich sein, mit ihm zu verhandeln, wie ihn zu bekämpfen oder sich gar mit ihm zu verbünden.

Als Nebenlinie soll es zu den beiden Abenteuern noch einen bisher namenlosen 64-Seiter geben, der die Amazonen behandelt, die wieder zurück nach Kurkum und den Mactaleänata auf die Nase geben wollen. Nach all den Treibsandboxen der letzten Zeit, mit denen man jeweils OT-Jahre füllen konnte, wird es sich hier um ein kurzes, knackiges Abenteuer handeln, das man in ein paar Spielsitzungen durchbekommt.

Allgemeines

Mit dem Schattenmarschall endet der Splitterdämmerungszyklus. Was nicht endet, sind alle Splitter und ihre Nachwirkungen. Es wurde betont, dass die Splitter, die ja schon etliche Völker und Zeitalter überlebt haben, nicht innerhalb von fünf Jahren allesamt aus der Welt geschafft werden – einige werden zerstört, andere nur verwahrt, wieder anderen steht noch ein anderes Schicksal bevor. Der Asfalothsplitter wird in der Splitterdämmerung noch gar nicht angetastet, hier wird, wie bereits im Schattenlande angedeutet, eine eigene Kampagne um die Skrechu stattfinden. Die Geschichte des Nagrachsplitters endet auch noch nicht: Die Versprechen aus Sumus Blut bezüglich Walbirg und Bishdara sind keineswegs vergessen, wie manch einer angesichts ihrer eher mageren Teilnahme bei Firuns Flüstern schon befürchtete.

Auch die Rolle der Schattenlande ist noch nicht zu Ende erzählt: Das Warlordsetting bleibt zu Teilen erhalten und wird den neuen inneren Konflikt des Mittelreichs bestimmen. Viele der dortigen Lehen werden an diejenigen vergeben, die sie wieder zurück ins Mittelreich geführt haben, ob nun Ritter oder Söldnerführer. Konflikte mit den alteingesessenen Adelsfamilien des westlichen Mittelreichs sind vorprogrammiert.

Abenteuerwettbewerb-BannerSchließlich gibt es sogar noch Neuigkeiten zum 2011er Wettbewerb Zwischen Wölfen und Schwertern: Daniel räumte ein, dass die Konzeption des Wettbewerbs deutlich fehlerbehaftet war und die ursprüngliche Idee der drei Fortsetzungsabenteuer nicht umsetzbar sein wird. Stattdessen arbeitet man gerade mit dem siegreichen Autorenteam  zusammen, um deren Abenteuer als Standalone-Projekt umzuarbeiten und dann in PDF-Form zu veröffentlichen. Bleiben wir also gespannt…

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5 Kommentare zu Ratcon 2014: Workshopbericht Splitterdämmerung

  1. Schreckse sagt:

    Wenn man das so liest verstehe ich warum DSA nicht noch „The next big thing“ braucht… das reicht ja wirklich für OT Jahre an „Spielspaß“. Schade das man sich gegen einen Zeitsprung auf der RtCon ausgesprochen hat, für mich hätte das viel Charm gehabt und das fande ich bei D&D4 noch am spannendsten.

  2. Engor sagt:

    Klingt auf jeden Fall wieder sehr spannend für die nächsten Monate.
    Generell auch noch mal ein dickes Dankeschön an euch für das Zusammentragen der ganzen Infos von der RatCon!

  3. Pingback: Ratcon 2014: Workshop zu Orkland und Svelltland | Nandurion

  4. Schattenwanderer sagt:

    Oh man, da juckts mich ja ganz schön in den Fingern, die Reste der dunklen Horden im Osten kräftig in den Popo zu treten.

    Ich muss nur aufpassen, dass ich den Überblick bewahre, welcher Band was behandelt und ob der in unserer Gruppe vom Inhalt her relevant ist.

    Es müssen noch viele Helden aus unserer G7-Kampagne gerächt werden, oh ja, Rache… Blakharaz, hilf!

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