Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Dreieichzwerg von Melanie MaierNein, so leicht gibt sich Eevie nicht geschlagen. Ein Video ist es nicht, aber in den letzten Tagen erreichte uns ein Workshopbericht aus der Feder von Leif Jurgeson, dem wir an dieser Stelle ausdrücklich danken wollen.

Behandelt wird der Dreieicher Workshop „Der Sternenfall“, der die Zukunft Aventuriens und den Metaplot von DSA 5 zum Thema hatte. Aus offensichtlichen Gründen gilt dabei absolute Spoilerwarnung.

Was ist der Sternenfall außeraventurisch?

Der Sternenfall wird DSA und Aventurien in nächster Zeit beschäftigen. Er ist eine neue übergeordnete Handlungsebene, die Unterschiede zu bisherigen Metaplots aufweist. Er ist nicht durchgeplant, das Ende steht noch nicht fest (auch wenn es Ideen gibt) und auch nicht, wie lange der Plot läuft. Das ist explizit so gewollt und soll Spontanität, Flexibilität und Kreativität ermöglichen. Dies gilt für die Redaktion/Autor*innen wie auch die Spieler*innen.

Aventurischer Almanach Cover entzerrtVermutlich noch für einige Zeit werden keine definitiven Ursachen des Sternenfalls festgelegt. Es wird versucht, so lange es realistischerweise geht, alle Möglichkeiten offen zu halten. Es sollen mehrere Wahrheiten angeboten werden. So wird der Almanach mehrere Vorschläge enthalten, wie die Aventurier den Sternenfall deuten. Neben den genannten „äußeren“ Gründen ist der Sternenfall auch ein mystisches Thema, zu dem es keinen exakten Hintergrund geben soll/kann. Für die Helden ist es aber hilfreich, den Ausgang der Splitterdämmerung zu kennen. Aventurien nach der Splitterdämmerung wird im Almanach beschrieben.

Dabei soll es nicht andauernd das große Weltuntergangszenario (z.B. Bedrohung/Zerstörung eines Reiches) werden, aber dennoch Katastrophen und Epik geben, die Helden heldenhafte Taten ermöglichen. (Natürlich laufen parallel auch kleine entspannte Plots ohne den Sternenfall.) Der Sternenfall wird auch weniger politisch und „anfassbar“. Regionen werden mehr oder weniger stark davon geprägt sein.

Der Sternenfall schlägt sich in den Regeln wieder, zumindest können Spieler*innen, die das möchten, die DSA5-Regeländerungen entsprechend interpretieren (z.B. mehr Karma und Selbstverantwortung für Geweihte, veränderter Magiefluss in bestimmten Regionen, Schicksalspunkte). Im Almanach finden sich Regeln zur Erschwernis von Sternenkunde und der Orientierung am Sternenhimmel. Wenn ein*e Held*in sich mit den Veränderungen am Sternenhimmel beschäftigt, könnte der Malus abgebaut werden.

Was ist der Sternenfall inneraventurisch?

Der Sternenfall betrifft grundsätzlich nicht nur Aventurien, hier liegt aber der Erzählfokus. Der ganze Kontinent ist davon betroffen. Der Sternenhimmel wird sich auf verschiedene Weisen verändern: Manche Sterne verlöschen oder verblassen, andere leuchten stärker, dadurch verändern sich Sternbilder. Beispiele: Die Spitze des „Schwertes“ verschwindet, das Auges des „Drachen“ flackert/blinzelt/schließt sich (schläft er?), die „Schlange“ Hesindes „rollt sich zusammen“ und beißt sich selbst in den Schwanz. Es gibt einige weitere Veränderungen, die Spielgruppen auch selbst festlegen können.

Zunächst gibt es kleinere Veränderungen für einige Monate. Dann wird es drastischer: Steine fallen vom Himmel. Ende Travia 1039 werden in einer Nacht überall gleichzeitig Himmelsphänomene zu erleben sein: Sowohl hübsch anzusehende, als auch zerstörerische. Danach ist der Himmel wirklich anders. Das Sternbild „Held“ bildet aber eine Konstante. Die Veränderungen fallen allen Aventuriern auf, nicht nur den Gelehrten. Auch danach gibt es noch weitere Phänomene. Der Kurzgeschichtenband „Sternenleere“ erzählt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Ereignisse rund um den Sternenfall an unterschiedlichen Orten.

Erstmal gibt es nun eine Zeit der Bedrohung und Unsicherheit – für die Aventurier ist der Sternenhimmel das Abbild ihres Kosmos, den sie mystisch interpretieren. Manche politischen Gruppierungen sehen den Sternenfall auch als Zeichen. Eine inneraventurische Interpretation ist der Kampf der Götter am Himmel (im Karmakorthäon), eine andere, dass Phex „seinen“ Sternenhimmel umsortiert. Eine weitere sieht eine Ursache in der Zerstörung des Charyptoroth-Splitters durch Magie und Menschenwerk in der Wüste. Auch der Horas interpretiert die Geschehnisse und seine Geschichte wird dadurch vorangetrieben.

Sternenleere CoverEine weitere mögliche Erklärung des Sternenfalls steht im Zusammenhang mit dem Namenlosen und würde ganz gut passen: In Offenbarung des Himmels gibt es eine Prophezeiung einer Namenlos-Geweihten zum Sternenfall; wer profitiert, wenn die Zwölfe kämpfen?; wird der Namenlose über das nächste Zeitalter herrschen?; aktuell gibt es noch die Sternenleere, manche behaupten, sie würde größer (und der Kurzgeschichtenband heißt auch so). Grundsätzlich werden namenlose Umtriebe immer wieder in Abenteuern auftauchen, auch seine Anhänger wittern angesichts des Sternenfalls eine Chance. Es sollen einige wichtigere Geweihte des Dreizehnten aufgebaut werden, die häufiger auftauchen, z.B. Tionnin Madaraestadin, Arraloth Westfal (bekannt aus Schicksalspfade).

Unheil über Arivor

Eevie hatte ein Exemplar frisch vom Drucker dabei, das Abenteuer war auf dem Con noch nicht im Verkauf. Im Abenteuer wird Arivor durch einen Himmelskörper (indirekt) fast komplett zerstört. Das Abenteuer enthält zwei Karten Arivors – vor der Zerstörung und danach. Es gibt drei mögliche Einstiege (über das Turnier, über einen Adeligen, über eine Derologin). Ein Meteor schlägt in einem Weiler außerhalb Arivors ein und zerstört ihn, dadurch gibt es Risse in den Hohlräumen unter Arivor, wodurch die Stadt in sich zusammenfällt. Die Helden müssen nach dem Meteoritenfall zunächst rechtzeitig nach Arivor ins Theater, um dort die Stadtoberen während einer Aufführung zu warnen. Die Aufgabe der Helden ist es dann vor allem, zu retten, was zu retten ist: sich selbst, andere Menschen und wichtige Reliquien. Eigentlich leben 12.000 Menschen in der Stadt, wegen des Turniers sind gerade aber rund 20.000 in der Stadt. Das Ganze ist modular aufgebaut. Die Stadt wird danach zwar nicht völlig unbewohnbar sein, aber viele Menschen sterben. Es bleiben Reste des Theaters bestehen, das zu einem Pilgerort wird. Ebenso bleiben Teile der Halle der Helden bestehen.

Warum Arivor?

Unheil_über_Arivor_CoverbildKurz: Weil’s weh tun muss! Die Zerstörung einer Stadt war gesetzt. Dabei war klar, dass es den Spielern und Helden weh tun muss und sie betreffen muss, weil es sonst allen egal ist und man es auch lassen könnte.

Eine geeignete Stadt wurde recherchiert. Kriterien waren: Ausreichende Größe der Stadt, (Nebenbemerkung: Es gibt erstaunlich wenige Städte zwischen 2000 und 8000 Einwohner*innen), nicht im Mittelreich (bisher im Fokus), erzählerische Doppelung (viele Städte haben die gleiche erzählerische Funktion, dadurch wird eine Stadt entbehrlich).

Nach diesen Kriterien waren unter anderem Arivor und Neetha geeignete Kandidatinnen, zwischen denen zudem eine erzählerische Doppelung bestand. Neetha fügt sich besser in seine Umgebung ein, Arivor aber passt(e) nicht zu seiner. Schließlich gab es für Arivor auch noch den geeigneten Hintergrund, dass die Arivorer Gegend äußerst trocken ist, wodurch der Einsturz der Stadt ermöglicht wurde.

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87 Kommentare zu Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

  1. Theaitetos sagt:

    Danke für den Bericht.

    p.s.: Empfehlung an die Freunde der schönen Sprache: Mit diesem kleinen Firefox-Addon kann man (unter anderem) den ganzen Gender-Scheiß (*innen) aus solchen Texten entfernen und diese damit wieder angenehm lesbar machen: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/foxreplace/

  2. Antorak sagt:

    Vielen Dank für den Link, auf den Genderfaschismus habe ich auch keinen Bock.

    • Josch sagt:

      Muss man auch nicht haben, aber selbst wenn nicht, braucht man/frau/etc. sich nicht derart in der Wortwahl vergreifen.

      • Teferi sagt:

        Aber genau das ist es doch, seine eigene Ideologie in Sprache jemand anderem aufoktruieren – das ist ein Ausdruck gegenderten Faschismus. Persönlich konnte ich die DSA-Variante abwechselnd männlicher und weiblicher Ansprachen immer sehr gut leiden, weil grammatische Konsistenz und Lesefluss erhalten blieben <3 🙂

        • Cifer sagt:

          Teferi:
          Aber genau das ist es doch, seine eigene Ideologie in Sprache jemand anderem aufoktruieren – das ist ein Ausdruck gegenderten Faschismus.

          Erstens: Nein. Bücherverbrennungen, Verschleppungen und Ermordungen sind ein Ausdruck von Faschismus. Sobald die feministische Weltverschwörung soweit ist, reden wir nochmal weiter. Siehe Vibart weiter unten.
          Zweitens kann ich in dieser Diskussion nur eine Seite erkennen, die anderen eine bevorzugte Sprachweise aufoktroyieren möchte.

          • Josch sagt:

            Exakt. Nirgendwo in dem Artikel wurden den Personen, die nicht so schreiben wollen, Sanktionen angedroht. Es wurde noch nicht einmal irgendwo gesagt, dass es schlecht ist, nicht so zu schreiben, oder auch nur darum gebeten, dem Beispiel des Autors zu folgen. Ich werde das auch weiterhin nicht tun (weil es für ein ungeeignetes Mittel halte, ein berechtigtes Ziel zu erreichen), genau so, wie ich auch in Zukunft nie den Ausdruck „Borbel“ verwenden werde – aber wenn ich jemals Personen, die „Borbel“ schreiben, als „Diminuitivfaschisten“ bezeichnen sollte, dann hoffe ich, dass mir jemand gehörig den Kopf wäscht und mir mal ganz deutlich klar macht, dass ich nicht mehr alle Latten im Zaun habe.

          • Teferi sagt:

            1) Es gibt Lehrstuhlinhaber die versucht haben, ihren Studenten aufzuzwingen gegenderte Sprache zu benutzen und sonst durchzufallen – entgegen der Klausurordnung. Dazu suche ich dir gerne links raus, aber wahrscheinlich weißt du darum.

            2) Feministen haben schon begonnen, Bücher zu verbrennen. Einfach mal in google reinhauen 🙂

            3) Feminismus ist atm in ihren Lehrstühlen vom Staat finanziert und versucht regelmäßig solche Sprachregeln der Gesellschaft aufzuzwingen, gerade im Internet.

            Faschismus beginnt auch übrigens nicht bei Bücherverbrennungen, Verschleppungen und Ermordungen – da hört Faschismus auf und die Gesellschaft ist im Endstudium krank.

            Faschismus beginnt viel früher, bei Denk- und sprechverboten und beim versuch, die Sprache und damit das Denken der Leute zu verändern – vgl Newspeak – und im Versuch, die Gesellschaft in allen Ebenen mit der eigenen Ideologie zu durchdringen.

          • Salaza sagt:

            Ah, und das ist dir in diesem Beitrag begegnet? Interessant. Vielleicht einfach nicht aus jeder Stil-Mücke einen Ideologie-Elefanten basteln. Der fällt einem dann schnell auf die Füße.

          • Josch sagt:

            1) Wenn so etwas vorgekommen ist, dann ist das klarerweise nicht ok und gehört deutlich kritisiert und unterbunden. Hier war das aber klarerweise nicht der Fall. Und was absurdes Verhalten irgendwelcher deutscher Professoren mit einem Con-Artikel zu tun hat, würde ich gerne noch genauer erläutert bekommen.
            2) Jede Bewegung hat ihre Idioten. Wichtiger aber: Hier hat keiner Bücher verbrannt oder dazu aufgewurfen. Hinzu kommt, dass man aus Höflichkeitsgründen männliche und weibliche Formen verwenden kann, ohne damit ein feministisches Programm zu verfolgen (auch kann man Feminist sein und derlei Sprachreform für witzlos halten).
            3) Wenn überhaupt, dann versuchen Feministen und Feministinnen sowas, nicht irgend ein Abstraktum namens Feminismus. Ansonsten klingt das gefährlich nach Verschwörungstheorie, wenn Du nicht nur meinst, dass es an verschiedenen Unis Lehrstühle für Fächer oder Fachbereiche gibt, die „Feminismus“ im Namen tragen. Ob das sinnvoll oder unsinnig ist, kann mit sicherlich sachlich diskutieren. Aber was hat das eigentlich mit diesem Artikel zu tun?

            In jedem Fall gilt: Ich hoffe sehr, dass der Unterschied zwischen „in einer Sache, die einem wichtig ist, mit gutem Beispiel vorangehen und hoffen, dass andere einem folgen“ und „jemanden mit Gewalt oder Androhung von Sanktionen dazu zu zwingen, einem zu folgen“ so deutlich ist, dass keine ernsthafte Diskussion darüber ausbrechen kann, dass von diesem vollkommen harmlosen Artikels keinerlei Zwang und/oder Bedrohung ausgingen. Wenn man sich schon dadurch bedroht fühlt, dass andere anders schreiben als man selbst, dann hat man kein Problem mit dem Feminismus, sondern mit den Grundstrukturen einer offenen und liberalen Gesellschaft, ganz egal, wie sehr man auch glaubt, diese zu verteidigen. Und ja, das gilt in gleicher Weise auch für übermotivierte Freunde gegenderter Sprache, die jeden zu diskreditierten versuchen, der nicht den aktuellsten Neusprech beherrscht. Aber es gilt eben auch für alle diejenigen, die, hysterisch mit dem Finger zeigend, bereits die Fassung verlieren, wenn sich jemand bemüht, genderkorrekt zu schreiben. (Und bevor ich noch als Teil der feministischen Weltverschwörung missverstanden werde: Ich halte derlei Sprachreformen auch für überflüssig, wüsste aktuell aber zig Millionen Dinge, die eher Anlass zu Sorge geben. Solche Diskussionen zum Beispiel.)

          • Josch sagt:

            P.S. Newspeak sollte das Denken bestimmter Gedanken durch maximale Bedeutungsreduktion unmöglich machen. Das hier kritisierte (und teils auch diffarmierte) Sprachreformprojekt versucht hingegen, einen Bewusstseinswandel durch sprachliche Differenzierungen anzuregen. Ich halte das, wie oben angedeutet, zwar für ein witzloses Unterfangen, aber die Unterschiede sind schon zu deutlich, als dass Newsspeak hier als Vergleich irgendetwas austragen könnte.

  3. Flocke sagt:

    Find ich super. Danke für den informativen Bericht und auch vielen Dank für den Link zum Entfernen von Genderungen. Diese machen Texte schwer lesbar und sind nicht nutzbringend.

  4. Swante sagt:

    Hört bitte mit dem „*innen“ Mist auf. Ihr könnt gerne alle Artikel in weiblicher Form schreiben oder alle in männlicher Form oder mal so mal so. Aber bitte in lesbarer Form. „*innen“ ist nicht lesbar und behindert den Lesefluß ungemein.

  5. Illumkis sagt:

    Ai – Einwohnerinnen. Ich habe ja schon viel Gendergedöns gelesen, aber „Einwohnerinnen“? Das ist ja furchtbar. Das werde ich beim nächsten Bürgerinnendialog mal auf die Agenda(Agendin) setzen lassen.

    Also auf ins Einwohnerinnenmeldeamtin.

  6. ChaoGirDja sagt:

    Dem kann ich mich nur anschließen.
    Ich bin zwar gut darin störende Dinge zu ignorieren…
    Aber dieses „*innen“ ist einfach nur derbe nervig und störend.
    Mal ganz davon zu schweigen, das ein derart massives „drauf herum reiten“ noch um einiges Sexistischer empfinde, als die übliche Sprachform…

    • twincast sagt:

      Nachdem ich schon deinen anderen Kommentar fleißig korrigiert habe:
      Ein Komma nach „darin“ wäre besser, aber ist nicht mehr verpflichtend.
      Und der letzte Satz… ach herrje… Korrekt wäre:
      „Mal ganz davon zu schweigen, dass ich ein derart massives „Drauf-Herumreiten“ noch um einiges sexistischer empfinde als die übliche Sprachform…“

  7. Alrike sagt:

    Ich mag sowas auch nicht, aber freut euch doch, dass sich jemand überhaupt die Arbeit gemacht hat für euch einen Workshopbericht zu schreiben … das Internt ist manchmal echt ein finsterer Ort.

    • Josch sagt:

      Dem kann ich mich nur anschließen. Dass die ersten Kommentare sich hier gleich über derartige Kleinigkeiten aufregen, anstatt zumindest mal dem Schreiber/der Schreiberin zu danken, ist nicht nur unhöflich, sondern auch äußerst unklug, da es zukünftige Conbesucher sicher nicht motiviert, mitzuschreiben und ihre Notizen zu teilen.

  8. Vilinthril sagt:

    Hui, da reitet die „OMG, Sprache verändert sich, und zwar anders, als ich das gerne hätte“-Kulturpessimisten-Brigade aber wieder heftig aus. #SMH

  9. Berta sagt:

    Ich nehme mir die Worte der Bruderschwester Alrike (ihres Zeichens eine Mara) zu Herzen und richte dem Cifer meinen Dank für den Workshop-Bericht aus.

    Aber wo wir schon beim finsteren Internet sind: Man fummelt nun also auch an den Sternen herum und hat nur grobe Ideen zur Bewandtnis? Puh! Da bin ich ja mal gespannt, ob am Ende etwas Sinnvolles und Widerspruchsfreies zustandekommt.

    -rillenmanni

    • Cifer sagt:

      Vielen Dank für den Dank, aber den verdient eher Leif – wie gesagt, ist ein Gastartikel. Ich hab da nur ein bisschen korrekturgelesen.

      • rillenmanni sagt:

        Vielen Dank, lieber Leif. 🙂

        Zum Inhalt: Komisch finde ich, dass nach Gareth schon wieder ein dramaturgisches Klavier auf eine aventurische Stadt fällt. Ob’s nun eine handgefertigte Festung ist oder ein „Stern“ unbekannten Ursprungs, es bleibt eine Dopplung.

        • Salaza sagt:

          Ja, aber das ist vermutlich das Problem mit den plakativen Ereignissen in der Größenordnung. Ob Flutwelle, Seuche, Sternenfall, Kriegszug eines göttlichen Wesens – ist halt alles schon mal dagewesen.
          Aber die Begleitumstände sind dafür schon deutlich anders. Zumal der fallende Stern Arivor ja auch nicht direkt zerstört.

  10. Swante sagt:

    @Alrike: Hast natürlich recht.

    Deshalb: Vielen lieben dank für dieses interessanten Artikel … Auch wenn mir der Inhalt Angst macht.

  11. Cifer sagt:

    Swante:
    Hört bitte mit dem „*innen“ Mist auf. Ihr könnt gerne alle Artikel in weiblicher Form schreiben oder alle in männlicher Form oder mal so mal so. Aber bitte in lesbarer Form. „*innen“ ist nicht lesbar und behindert den Lesefluß ungemein.

    Hallo Swante, hallo alle anderen,
    kurz dazu: Wir hören nicht mit dem „*innen Mist“ auf, weil die meisten von uns nicht damit angefangen haben und andere Arten geschlechtergerechter Sprache bevorzugen. Wenn allerdings unser Gastautor Leif sich diese Form auserkoren hat, respektieren und unterstützen wir das als legitime stilistische Wahl und möchten unsere Leser dringend bitten, mindestens ersteres ebenfalls zu tun.
    Ernsthaft, Leute? Ein Artikel mit durchaus kontrovers zu nennenden Aussagen zum Metaplot der fünften Edition und der Vernichtung Arivors und in den ersten sechs Kommentaren sind zwei Aussagen, die nicht auf „Von knapp tausend Worten finde ich sieben doof!“ hinauslaufen? Wir sollten Leif an die PR-Abteilung von Ulisses weitervermitteln…

    • ChaoGirDja sagt:

      Naja…
      Die Idee des Methaplotts haben die meisten warscheinlich eh schon abgeschrieben 😉
      So das die Äußerungen eh nicht weiter Schockieren.
      Is halt ein „wieder einmal potentiell versaut. Mal gucken wie schlimm es hinterher wirklich werden wird“.
      Aber dieses „*innen“ is halt ein… Sehr nerviges „Details“.
      Ein absolute Fehlentscheidung der sog. „Sprachwissenschaftler“ (mal von der Poltik ganz zu schweigen). Und das an zu Kreiden ist nie falsch.

      • Josch sagt:

        Ich weiß nicht, wer „die meisten“ hier sind, aber ich zähle mich nicht dazu und frage mich auch, wer Dich zu deren Sprachrohr ernannt hat. Des Weiteren ziehe ich einen konsequent durchgegenderten, aber ansonsten lesbaren Text jederzeit einer polemischen Sprachkritik vor, in der nicht ein einziger fehlerfreier Satz zu finden ist.

      • Flocke sagt:

        Es ist garkeine Fehlentscheidung. Das Genedering ist Zeitgeist. Es ist sinnlos und macht Texte schwer lesbar. Trotzdem wird es vereinzelt benutzt. Das macht es nicht gut, klar. Es gibt keine Entscheidung zu gendern. Ganz im Gegenteil: Offizielle Texte von Behörden, Gesetze, etc. verzichten auf das Gendern. Konsenz ist nämlich, dass die männliche Form genommen werden soll. Ich bin ein großer Freund von lebendiger Sprache, dass heißt aber nicht, dass Autoren ihre Texte nun verkomplizieren müssen.

        Der Text ist darüber hinaus sehr informativ. Auch an dem Metaplotansatz habe ich nichts auszusetzen. Finde so einen begleitenden Hintergrundplot sogar sehr gut, wenngleich ich mir eher einen weltumspannenden Globalplot ala „Lied von Eis und Feuer“ – gerne nach einer Atempause – gewünscht hätte.

      • Kanalcommander sagt:

        Das problematischste an dem Sternchen finde ich ist, dass man es nicht gescheit sprechen kann. Klar man kann es als Spieler (kleine Pause) innen sprechen, aber dann ist es das selbe wie SpielerInnen und diskriminiert Leute deren sexuelle Identität nicht männlich oder weiblich ist.

        • Salaza sagt:

          Naja, glücklicherweise muss man die Kommentare hier nicht laut aussprechen. Bei Texten und Vorträgen im Allgemeinen sehe ich da aber durchaus deinen Punkt.

      • twincast sagt:

        Mit Verlaub, gerade jemand der „Methaplotts“, „so das“ und „an zu Kreiden“ statt „Metaplots“, „sodass/so dass“ und „anzukreiden“ sowie „schockieren“ und „sehr“ im Kontext der obigen Sätze fälschlich groß schreibt, sollte sich bzgl. der deutschen Sprache nicht so weit aus dem Fenster lehnen. (Und der längere Teil unter Anführungszeichen wäre mit einem Semikolon vor „mal“ und einem Komma nach „gucken“ besser.)

        Persönlich bin ich ein Freund von „/in“ in Stellenanzeigen; „und -innen“, „oder -innen“ und „und/oder -innen“ in Fließtexten und Ansprachen, wenn denn mal Platz/Tinte (wie anno dazumal) oder Zeit knapp, aber Unterscheidung der Geschlechter wichtig sein sollte; Ausschreibung beider Geschlechtsformen, wenn Unterscheidung wichtig ist und keine Platzknappheit vorherrscht; und der klassischen Form ohne weiblicher Endung, wenn ohnehin klar ist, dass alle gemeint sind (also im Regelfall) – Wörter, die auf „-mann“ oder „-junge“ etc. enden, sind von letzterem natürlich ausgeschlossen, aber dafür gibt es ja geschlechtsneutrale Plurale „-leute“ und „-kinder“. Der bei DSA übliche grob abschnittsweise Wechsel zwischen männlicher und weiblicher Form hat aber auch was.

        Sternchen und Binnen-I sind einfach grauslich, weil so etwas in der deutschen Sprache (abgesehen von Markennamen etc. jüngster Zeit) ansonsten nicht vorkommt und deswegen auch die korrekte Aussprache schlichtweg unklar ist. (Das größte Problem hierbei sind gelegentliche Lautunterschiede im Wortstamm zwischen männl. und weibl. Form.)

        Die englische Sprache macht’s da besser, indem sie konsistent fast alle Formen mit expliziter Geschlechtsendung eliminiert. Wobei sie es natürlich insofern weit leichter hat, dass das Anhängen von „-ess“ etc. abseits von Adelstiteln (wo sie sich immer noch halten) und einigen „typisch weiblichen“ Berufen bzw. Berufsformen schon lange nicht mehr üblich war (während „-man/-woman“ und „-boy/-girl“ ähnlich selten waren/sind wie ihre deutschen Gegenstücke), und es (abseits einiger poetischer Phrasen) einfach kein grammatikalisches Geschlecht mehr gibt, wodurch Grundform nicht mehr als männlich wahrgenommen wird.

        • Theaitetos sagt:

          > Des Weiteren ziehe ich einen konsequent durchgegenderten, aber ansonsten lesbaren Text jederzeit einer polemischen Sprachkritik vor, in der nicht ein einziger fehlerfreier Satz zu finden ist.

          > Mit Verlaub, gerade jemand der „Methaplotts“, „so das“ und „an zu Kreiden“ statt „Metaplots“, „sodass/so dass“ und „anzukreiden“ sowie „schockieren“ und „sehr“ im Kontext der obigen Sätze fälschlich groß schreibt, sollte sich bzgl. der deutschen Sprache nicht so weit aus dem Fenster lehnen. (Und der längere Teil unter Anführungszeichen wäre mit einem Semikolon vor „mal“ und einem Komma nach „gucken“ besser.)

          Ist natürlich sehr nett von euch jemanden mit Legasthenie wegen dessen Rechtschreibschwäche anzugreifen. Wollen wir vielleicht am Wochenende noch ein wenig darüber witzeln wie schlecht die Behinderten beim Weitsprung sind?

          • Josch sagt:

            Genau, so sieht das aus. Eigentlich machen wir hier nur fiese Witze über Behinderte, weil wir uns nicht anders zu helfen wissen. Wollen wir ernsthaft auf dem Niveau diskutieren? Mal ernsthaft: Erstens sieht man fehlerbehafteten Posts nicht an, ob es sich um einen Fall von Legasthenie handelt, da müsste man schon etwas mehr Diagnostik betreiben. Zweitens spielt es für die Diskussion auch gar keine Rolle, ob der Verfasser des Posts Legastheniker ist oder nicht. Denn der Sinn meines Posts war nicht „Haha, Du kannst nicht schreiben“, sondern „Wenn ich selbst Probleme mit dem Schreiben hätte, wäre ich deutlich vorsichtiger, was abfällige Kommentare über den Stil anderer betrifft.“ Drittens gilt: Ich würde mich natürlich nicht über Gehbehinderte beim Weitsprung lustig machen. Aber wenn jemand mit Gehbehinderung sich auf unhöfliche Weise abfällig über die Art und Weise äußert, wie andere springen, hätte ich keine Skrupel, ihm ins Gesicht zu sagen, dass ich mir lieber die hässlichen Sprünge der anderen als seine Versuche anschaue – in der Hoffnung, dass damit die Absurdität der Situation hinreichend klar wird.

    • Wulfgram sagt:

      Ich stimme hier Cifer zu.
      Zwar bin ich immer dafür, dass Kritik ausgesprochen wird, aber der Ton macht die Musik. und wenn hier der falsche Ton angeschlagen wird, hilft das potenziellen anderen Schreibern auch nicht weiter.

      Zum Artikel:
      Danke sehr dafür. Als jemand der ein großen Teil seiner DSA-Informationen von Nandurion bezieht, bin ich sehr dankbar für diese Mittschriften des Workshops. Tatsächlich frage ich mich jetzt wie die verschiedenen Autoren mit dem Metaplot umgehen und ob sich das nach längerer Zeit zu einen großen passenden Geschichte formt.
      Ich finde das Gegendere in text zwar unschön gewählt, groß stören tut es mich aber nicht.

      danke an Leif für den Artiken

    • Teferi sagt:

      Welche kontroversen Aussagen zum Metaplot?
      „Dinge passieren, aber wir haben noch nicht festgelegt wieso oder weshalb oder wohin es führt. Aber erstmal passieren Dinge! Überall! Und dann kommen neue Geweihte ausm Unterholz gekrochen. Wo die herkommen wissen wir auch noch nicht.“
      Das sind die Aussagen zum Metaplot – aber darüber regt sich glaube ich schon kaum einer mehr auf O_O

  12. Thiemo sagt:

    Wenn mit dem Sternenfall auch der Genderstar auf Dere hinabgefallen ist, bedeutet das die wohl größte Kathastrophe*innen, welche in Aventur*innen geschehen konnt*innen…

  13. Schreckse sagt:

    Ups, da kommt man hierher und denkt: „Klasse krasse Diskussion über den Metaplot“ und dann beziehen sich alle Kommentare auf ein * 🙁

    • Salaza sagt:

      Leider gibt es wohl noch kein Plugin, das Unhöflichkeit und aggressives Gehabe aus Beiträgen und Kommentaren entfernt. Das würde wohl in der Tat manche Kommentardiskussion deutlich lesbarer machen.

  14. twincast sagt:

    So, nachdem das erledigt wäre:

    Vielen dank für die Infos. Der Teil über Arivor ist zwar theoretisch ziemlich selbstverständlich, aber schön zu hören, dass sie sich tatsächlich Gedanken darüber gemacht haben.

    Zum Sternenfall hingegen… *seufz* Der eine Aspekt an DSA5, der mich – ob seiner Ungewöhnlichkeit für das Setting – genug interessiert hat, um Deres Entwicklung weiter zu verfolgen, und dann steckt nicht einmal ein Plan dahinter?

    Es ist ja von Anfang an klar (insb. nach der sinnbefreiten Wiedererstarkung des Mittelsuereichs), dass sie nicht den Mut haben würden, am Ende die Sitze in Alveran anders zu verteilen, aber zumindest ein episches Aufbäumen des Namenlosen – eventuell sogar mit weitreichenden Folgen bzgl. seiner Darstellung – hätte ich mir dann doch erwartet.

    Mist hätte es natürlich so oder so (mal wieder) werden können, aber wenn sie erst einmal eine Zeit lang einfach irgendwas machen wollen, bevor sie mit ernsthaften Überlegungen auch nur anfangen, kann es ja nur miserabel werden.

    • Teferi sagt:

      Scheint doch das Thema zu DSA 5 zu sein. Wenn du dir die Videos zur Dreieich anschaust, dann merkste, dass Axel schon in der ersten Jahreshälfte 2016 den ersten Magieband, in der zwoten Jahreshälfte den zwoten derer bringen mag.
      Allerdings ist er überhaupt erst in einer groben Konzeptphase in der er sich überlegt, was man eigentlich machen könnte und hat keinen Plan was er erreichen will. Achso, natürlich macht er das mittlerweile meines Eindrucks nach auch noch Alleine.

      Ein WdZ5(1/2) von einer Person, in einem halben Jahr von den Regeln her durchgeklopft und geschrieben und dann herausgebracht?

      Ich will nicht sagen: Bitch, please… weil die Genderpolizei mich dann für diskriminierende Sprache dranholt, aber: Bitch, please…
      Einfach unrealistisch vom Arbeitsvolumen und der Leistung für eine Einzelperson.

    • Josch sagt:

      Ich verstehe es so, dass es sich beim Sternenfall primär um eine Inspirationsquelle handelt, bei der vorerst nicht entscheidend ist, was die exakten kosmologischen Hintergründe sind. Es herrscht auch keine totale Beliebigkeit, schließlich wurden eine Reihe von möglichen Erklärungen genannt. Je nachdem, welche der Deutungen sich im Weiteren als besonders attraktiv oder produktiv für Autoren und Redax erweist und die besten Geschichten hervorbringt, wird sich auf Dauer dann die eine oder andere vermutlich durchsetzen, aber ich glaube nicht, dass man dafür schon einen 100% ausgefeilten Masterplan benötigt. (Von daher ist es auch kein wirklicher Metaplot, sondern eher ein Hintergrundmysterium.) Eine Analogie, die hier vielleicht hilfreich sein könnte: die Prophezeiungen in der G7-Kampagne. Die setzten zwar einen Rahmen und lieferten damit schon einiges an Storymaterial, ließen aber zugleich viel Spielraum bei der Ausgestaltung. (Ich sollte ehrlicherweise ergänzen, dass ich die G7 nicht sonderlich mag, aber das liegt bei mir an der teils unglücklichen Gestaltung der Abenteuer und dem, wie ich finde, dämlichen Masterplan Borbarads. Die Rolle der Prophezeiungen fand ich ziemlich gut.)

  15. Damon Terandir Estafynn Rustan sagt:

    Das ist ein großartiger, schöner und unterhaltsamer Artikel. Herzlichen Dank dafür!!!

    Wen diverse Formulierungen stören, verweise ich an den Verein für deutsche Sprache: http://www.vds-ev.de/

    Da gibt es genügend Gelegenheiten, sich auszutoben, Bruderschwestern…

    • Josch sagt:

      Das bringt mich auf einen schönen Kompromissvorschlag: Statt „*“- oder „/“-Formulierungen zu verwenden, einfach konsequent durchbruderschwestern („Spieler-Bruderschwestern“, „Helden-Bruderschwestern“, „Autoren-Bruderschwestern“ etc.). Damit sollte sich doch jede Bruderschwester anfreunden können, denn es bildet die Schönheit der Welt angemessen ab.

      • rillenmanni sagt:

        Maraskanische Lebensart ist ohnehin das Mittel der Wahl. Immer. Bruderschwestern.

      • Feyamius sagt:

        Das Problem bliebe aber, denn Spieler, Helden und Autoren wäre immer noch generisch maskulin bzw. vom generischen Maskulinum abgeleitete Pluralformen. Konsequent müsste es also eher heißen „spielende Bruderschwestern“, „heldenhafte Bruderschwestern“ und „schreibende Bruderschwestern“.

        Moment … müsste es strenggenommen dann nicht auch „held*innenhaft“ heißen? ô.Ô
        Ich sollte mir abgewöhnen, meinen eigenen Standpunkt zu untergraben …

        • Josch sagt:

          Das Problem lässt sich durch Verzicht auf den eh überflüssigen „-“ leicht beheben. „Heldenbruderschwester“ als Kompositum vereinigt den maskulinen Teil „Heldenbruder“ mit „Schwester“ (femininum)und ist daher sowohl grammatisch als auch semantisch ausbalanciert. Derselbe Effekt ließe sich auch durch „Heldinnenschwesterbruder“ erreichen, was ich vom Sprachrhythmus her allerdings etwas weniger elegant finde. Das ist aber Geschmackssache.

  16. Vibarts Voice ausgeloggt sagt:

    Man darf zur Frauenrechtsbewegung, zur Emanzipation im Abendland und zum innergesellschaftlichen Kampf um die Definition von politischer Korrektheit stehen, wie es der Boden des Grundgesetzes zulässt. Und ich finde absolut, dass es das Recht eines jeden ist, sich für oder gegen Gendernormen auszusprechen. Ich selbst schreibe auch nicht so.

    ABER: Wer diese Diskussion mit dem Begriff „Faschismus“ belegt, braucht ganz dringend ein paar Geschichtsstunden. Es kräuseln sich mir alle Zehennägel ob dieser Verharmlosung und dem Versuch, ein paar Schreibregeln mit einer elminatorischen und rassistischen Poltikdoktrin gleichzusetzen, der Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind. Ist das Absicht oder einfach nur mangelndes Differenzierungsvermögen?

    Dieses unkritische Draufhauen ätzt dermaßen.

  17. Eevie sagt:

    Wow, ich hatte auch mit deutlich mehr Kommentaren zum Thema gerechnet. Was macht ihr denn bloß? XD Zurück zum Thema. Ich versuch mal die Unklarheiten und Fragen rauszufischen, die ich gefunden hab. 🙂

    @rillenmanni und Salaza: Ja, das dramaturgische Klavier … Wir haben lange über das Wie diskutiert. Tatsächlich waren die meisten Katastrophen schonmal da, in der bespielten oder unbespielten aventurischen Vergangenheit. Mir persönlich wäre es auch lieber gewesen, wenn mehr inneraventurische Zeit zwischen solch ähnlichen Ereignissen vergangen wäre. Da macht uns nur leider die 1:1 (aventurische:irdische) Zeitrechnung einen Strich durch die Rechnung, da sind epische Erzählzeiträume leider schwer unterzubringen, wenn man eine Kampagne nicht über 10-20 Jahre ausdehnt. Aber ich hoffe, dass sich „Unheil über Arivor“ deutlich genug im Spielgefühl deutlich genug von „Schlacht in den Wolken” abhebt. Zumindest war das Feeling bei uns am Tisch ein ganz anderes.

    @Swante: Oje, das tut mir leid. Was genau macht dir denn Angst?

    @teferi: Keine Sorge, Alex ist nicht ganz allein mit den Regeln. Das wäre wohl kaum zu stemmen. Jens hat mit ihm schon ziemlich viele Dinge vorab festgeklopft, wir haben unsere wackeren Gamma-Tester, einige Testspielrunden und soweit ich weiß, hat Alex auch schon wieder jemanden, der ihm beim Entwickeln neuer Regelmodule hilft.

    @Twincast: Aus welcher meiner Aussagen leitest du denn ab, dass wir nicht den Mut haben, die Sitze in Alveran umzuverteilen? Möglich ist das was du schreibst alles. Nur wenn ich mich jetzt hinstelle und sage „Es wird so sein!“, dann werd ich bis zum Ausscheiden bei Ulisses oder noch nach meiner Pensionierung darauf festgenagelt. 😉

    Wir sagen euch gern und ehrlich, was wir geplant haben. Aber was wir gerade planen oder planen werden ist ständig in Bewegung. Und wir stehen einfach alle nicht sonderlich drauf, so zu tun als wär das nicht so. Natürlich wissen wir schon zu großen Teilen, wie wir Aventurien gerne weitererzählen möchten. Auf 10 Jahre alles durchzuplotten und sich dann eisern dran zu halten ist möglich und eine legitime Herangehensweise. Sie hat sich aber in unseren Augen in der Vergangenheit mehrfach nicht bewährt dafür, eine Welt weiter zu entwickeln, die dynamisch auf das reagieren soll, was Spieler in ihr tun. Wenn wir eine aventurische Chronik schreiben wollten, einen Roman oder das Script für eine Fernsehserie – super! Ich liebe verlässliche Planungen.
    Wir möchten aber die Spieler mit einbinden, dafür sorgen dass die Taten ihrer Helden Relevanz haben und wir möchten auch auf Wünsche aus der Community reagieren können. Gern auch mal kurzfristig. Eine starre Vorausplanung inneraventurischer Ereignisse lässt das aber nur wenig bis gar nicht zu. Ich weiß, das ist ein bisschen eine Glaubensfrage. Aber viele große Kampagnen aus der Vergangenheit (z.B. die G7) waren nicht halb so durchgeplant oder in den Hintergrund eingebettet, wie es heute scheint. Viel davon ist sogar erst im Nachhinein entstanden und wurde in bestehendes eingefügt.

    Keine Sorge, wir planen sogar sehr akribisch, wenn wir inhaltlich an einem Punkt sind wo das Not tut. Ansonsten könnten wir wahrscheinlich keine Bücher rausbringen. 🙂 Unsere Autoren und auch wir im verlag brauchen eine gewisse Planungssicherheit. Es will einfach niemand hören, dass seine geplante Publikation plötzlich nicht mehr in aktuelle Planungen passt. Da hab ich leider selbst auch schon Erfahrungen mit gemacht, die sollte einfach niemand machen müssen.

    So, ich hoffe das ist etwas verständlicher. 🙂

    • rillenmanni sagt:

      Ihr werdet das schon hinbekommen! Viel Erfolg!

    • Xeledon sagt:

      Ich weiß, ich hänge mich jetzt eher an einem Nebensatz deines Kommentars auf, Schwesterbruder Eevie, aber trotzdem mal ganz naiv gefragt: Ist die Geschwindigkeitsgleichheit zwischen dem aventurischen und dem irdischen Zeitverlauf denn so unabänderlich in Stein gemeißelt, das man hier über Änderungen nicht nachzudenken wagt? Ich erinnere mich immerhin noch an Zeiten, als wir ein 2:1-Verhältnis hatten und frage mich schon länger, ob eine Rückkehr zu diesem nicht eigentlich eine gute Sache wäre. Das würde grade der Autorenschaft doch auch einiges an Freiräumen bezüglich der Entwicklung epischer Erzählstränge zurückgeben und dürfte dem – zumindest bei mir persönlich stets vorhandenen – Gefühl entgegenwirken, dass in Aventurien in viel zu engen Zeiträumen viel zu viele umwälzende Dinge passieren.
      Ich will mich jetzt hier gar nicht in Details über die weiteren Implikationen einer Veränderungen des Zeitablaufs verlieren (das lieber gerne mal in geselliger Runde bei einem Gläschen Wein oder dergleichen), bin aber halt ein wenig verwundert, dass die Möglichkeit einer Veränderung in diesem Bereich so kategorisch ausgeschlossen wird und würde gerne verstehen, worauf das fußt.

  18. Eismann sagt:

    Wege der Vereinigung… Peanuts!

  19. Varana sagt:

    „Wir haben Arivor kaputtgemacht, weil wir halt eine Stadt kaputtmachen wollten“ ist aber schon arg dürftig. Warum wolltet ihr denn eine Stadt zerstören?

    „Da macht uns nur leider die 1:1 (aventurische:irdische) Zeitrechnung einen Strich durch die Rechnung“ – ich hätte da eine Idee, wie man das ändern könnte. Man müßte dafür allerdings in der Redaktion sitzen und… oh.

    • Salaza sagt:

      Einen Sprung in die Zukunft könnte man natürlich machen. Ich vermute, du meist den? Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Idee auch schon mal diskutiert wurde. Damit würde man sich allerdings einige andere Probleme an Bord holen, die die Spieler auf die Palme bringen könnten. Wie bspw. die Tatsache, dass sie mit ihren aktuellen Runden auf einmal in das Metaplotloch laufen würden.

      • Josch sagt:

        Wenn das die gute Idee ist, dann ist sie zumindest ein Garant dafür, mindestens so viele Leute gegen sich aufzubringen wie der aktuelle Ansatz.

      • Varana sagt:

        Ich meinte eigentlich keinen Sprung, sondern eine Rückkehr zu 1:2 oder so. Ein Sprung behebt das Problem ja höchstens zeitweilig.

        • Salaza sagt:

          Hm, da holt man sich aber auch Probleme ins Haus. Will man in der beschleunigten Zeit Handlungen über Abenteuer abdecken, dann muss man hier noch schneller als aktuell neue nachlegen. Wenn manche denken, dass sich aktuell alles zu schnell entwickelt, dann dürfte das sogar noch verschärft werden.
          Will man dazu in gewissen Gegenden die Handlung per Abenteuer erlebbar halten, dann muss man sich auf noch weniger aktiv bespielte Regionen als jetzt beschränken oder in Kauf nehmen, dass zwischen den Abenteuern noch deutlich größere zeitliche Löcher klaffen als bisher.
          Sehe ich insgesamt nicht als bessere Alternative an. Es hatte ja durchaus Gründe, dass die beschleunigte Geschichte damals verlangsamt wurde.

          • Xeledon sagt:

            Probleme holt man sich sicherlich ins Haus, aber wenn man sich von dem – ohnehin nur auf dem Papier existierenden – Gedanken löst, dass jeder Abenteuerband in der Gegenwart des jeweiligen Veröffentlichungszeitpunkts zu spielen hat, und man bereit ist zu akzeptieren, dass nicht jedes inneraventurische Ereignis auch entsprechend detailliert mit Publikationen unterfüttert wird, sehe ich das als gar nicht so dramatisch an. Ein Anbändeln mit Satinav bzw. eine Manipulation der Takelage seines Schiffs wäre imho durchaus machbar, ein Allheilmittel ist das aber natürlich nicht. Man müsste sich halt überlegen, ob sich auf diese Weise an einigen Stellen lohnenswerte Vorteile ergeben könnten, die gegenüber den ebenfalls damit verbundenen Nachteilen überwiegen könnten.

          • Salaza sagt:

            Ich vermute mal, dass man (also: die verantwortlichen Personen) genau diese Abwägung getroffen hat und sich erstmal gegen eine solche Änderung entschieden hat. Was ja nicht heißt, dass das nicht irgendwann kommen wird. Ich bin aber skeptisch, ob das tatsächlich wirklich viel bringen mag. Ob jetzt ein Großereignis ingame alle zwei oder alle vier Jahre stattfindet ist da, mMn, nicht der relevante Faktor, sondern eher, in welchen irdischen Zeiträumen wir Spieler davon betroffen werden. Und die bleiben von einer solchen Änderung ja unbetroffen.

          • Xeledon sagt:

            Genau hier denke ich eben ein wenig anders, für mich ist tatsächlich genau die Frage der innerspielweltlichen Häufigkeit von Großereignissen bislang ein Knackpunkt. Denn wenn ich als irdischer Spieler in vergleichsweise kurzen Zeitabständen viel Action geboten bekomme, finde ich das super. Nur die inneraventurische Glaubwürdigkeit litt bei mir halt schon immer ein wenig unter dem überfrachteten Zeitstrahl. Und an dieser Stelle könnte das beschleunigen des aventurischen Zeitablaufs bei gleichbleibender irdischer Veröffentlichungsfrequenz für mich einen positiven Effekt bedeuten.

            Gleichzeitig scheint mir mit DSA5 der Trend aber ohnehin wieder ein wenig weg von den ganz großen weltumwälzenden Metaplot-Abenteuer-Monstern der G7- und Post-Borbarad-Ära und hin zu wieder mehr für sich stehenden und überschaubareren Geschichten zu zeigen. Auch davon profitiert imho letztlich die Glaubwürdigkeit der Spielwelt.

          • Herr der Welt sagt:

            @Mehr Abenteuer nachlegen/Handlung per Abenteuer erlebbar halten:
            Es ist doch gerade (u.a.) der Sinn der Raffung des irdisch-aventurischen Zeitverhältnisses (z.B. auf 1:2, 1:3), den Zwang herauszunehmen, dass aventurisch ständig etwas passiert (das man mit Abenteuer unterfüttern muss), weil irdisch die Spieler etwas erleben wollen. Die Handlung, die per Abenteuer erlebbar gemacht werden soll, könnte sich entspannter entfalten, wäre weniger dicht auf dicht organisiert und demzufolge müsste man nicht mehr oder weniger metaplotrelevante Abenteuer anbieten als bislang.
            Auch das Argument, dass manche fürchten, dass sich alles noch schneller entwickle als bislang, entfiele, gerade weil es sich eben nicht so schnell entwickeln muss.

          • Xeledon sagt:

            Ein Aspekt, den ich dabei auch besonder schön fände, ist, dass mehr Fluktuation und erlebbare Entwicklung bei NSCs möglich wäre. Denn bei einer 1:1-Kopplung des Zeitverlaufes werde ich vermutlich zu meinen Lebzeiten nicht mehr erleben können, dass ein heute als Säugling erdachter NSC wirklich alt wird. Ich empfinde es – um mal ein arg reduziertes, aber doch hoffentlich recht anschauliches Beispiel zu bemühen – da schon fast als Dilemma, dass ich entweder mit Rohaja inzwischen wohl bei „meiner letzten“ Regentin des Mittelreichs angekommen bin oder mich dann in absehbarer Zeit darüber ärgern darf, dass diese Position wohl mit einer lächerlich geringen Lebenserwartung verbunden ist.

          • Josch sagt:

            Ich vermute, sofern man das Verhältnis nicht so radikal ändert, dass es einem interierten Zeitsprung gleichkommt (1:25 etwa), wird immer das Gefühl verbleiben, dass das nächste Großereignis zu nahe am letzten ist. Da der Sternenfall letztendlich eh mehr Hintergrundsetting als Plotereignis ist, finde ich es aber eigentlich auch nicht problematisch, dass er mit dem Ende der Splitterdämmerung kommt, schließlich wirkt er insgesamt mehr wie der nächste konsequente Teil der Zeitenwende, die immerhin schon so um 1020 BF eingeleitet wurde.

          • Xeledon sagt:

            Das ist aber halt auch keine digitale Angelegenheit und selbst wenn man das Gefühl eines überladenen Zeitstrahls nicht gänzlich los wird, mag eine Raffung um einen Faktor in der Größenordnung von W3+1 doch zumindest eine Verbesserung bewirken.

            Tatsächlich sehe ich den Beginn des Sternenfalls auch überhaupt nicht als kritisch und argumentatorisch relevant für oder gegen eine „Umtaktung“. Mir geht es eher darum, dass Eevie oben ja selbst schrieb, dass der parallele Zeitverlauf die Redakteure bei den Planungen des weiteren Ablaufs vor Probleme stellte. Daher halt meine naive Frage, warum man hier nicht direkt an der ursächlichen Stellschraube zu drehen versucht.

          • Josch sagt:

            @Xeledon: Stimmt, sorry, mein Fehler, es wird langsam unübersichtlich hier und ich hab’s verpeilt.

          • Xeledon sagt:

            Macht doch nix, zumal ich mich hier ja auch durchaus interpretationsoffen ausgedrückt und zum wegdriften vom eigentlich Kern meiner Frage hinreißen lassen hatte. 🙂

  20. Theaitetos sagt:

    Cifer:
    Kommt jetzt bald endlich mal Wege der Vereinigung?

    Wege der Vereinigung, siehe Myranisches Zauberwerk Seite 107

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