Verlagsnews: Aventurisches Götterwirken und Almanach-Errata

Zum nächsten für DSA5 geplanten Regelband, nämlich Aventurisches Götterwirken I, sind nun die Cover der normalen und der limitierten Auflage zu sehen.

Der Band wird im Mai 2017 erscheinen, 240 Seiten umfassen und in drei Variaten erhältlich sein. Das Hardcover wird € 39,95 kosten, die limitierte Ausgabe € 69,96 und das erst im August erscheinende Taschenbuch € 19,95. Auch in diesem Buch werden acht spielfertige Archetypen enthalten sein.

Im Downloadbereich von Ulisses gibt es jetzt auch die Errata zur 1. Auflage des Aventurischen Almanach, welche ihr hier auf der Produktseite herunterladen könnt.

Edit: Erscheinungsdatum des aventurischen Götterwirkens korrigiert.

Über Curima

Moin, ich heiße Lena, bin 31, komme aus Hamburg und spiele seit 2003 DSA. Ich spiele lieber als ich leite und schicke meine diversen Charaktere fast jeden Samstag durch Aventurien. Seit Mitte Mai 2012 arbeite ich bei Nandurion mit.
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7 Kommentare zu Verlagsnews: Aventurisches Götterwirken und Almanach-Errata

  1. Sindar sagt:

    Das Deluxe Cover Bild finde ich sehr gelungen. Der Wiedererkenungswert ist sehr hoch. Das andere ist m.E. dagegen etwas unglücklich gewählt. Ebenfalls schön, aber ich hätte es (auch nach längerer Betrachtung) eher einem Beschwörungs- oder Dämonenband zugeschrieben.

    • queery sagt:

      @Sindar: Da Stimme ich voll und ganz zu. Das ist eindeutig zu düster für mein dominantes Aventurien-Götterbild und bringt damit den Setting Flair hier nicht korrekt rüber. Aber das ist natürlich bei Bildern auch immer etwas Geschmackssache. An sich ein sehr schönes Bild.

    • Xeledon sagt:

      Dem stimme ich ebenfalls zu. Ein schönes Bild, das aber andere Erwartungen bezüglich des Inhalts weckt als ich nach wie vor für realistisch halte.

      • Curima sagt:

        Mir ist das ja irgendwie zu viel Action auf dem Bild … also es mussten jetzt nicht so unbedingt die disputierenden Typen vom Wege der Götter sein, aber es wirkt irgendwie so, als wäre der Dämon wichtiger als der Geweihte. Okay, vielleicht passt das ja alles dann doch wieder zum erstarkenden Namenlosen? Hm. Für mich kommt aber glaub ich auch nie wieder ein Götter-bezogenes Cover an „Götter und Dämonen“ (DSA4.0) ran.

        Das limitierte Cover find ich aber auch sehr schön.

  2. Sharkie sagt:

    Man muss allerdings wohl zugestehen, dass die actionlastige Stoßrichtung durchaus zur „pragmatischeren“ Neuausrichtung der Geweihten in DSA5 passt. Meinen Geschmack trifft sie gleichwohl ebenfalls nicht – widerspricht zu sehr meinem latent konservativen, von den Editionen 2-4 geprägtem Aventurienbild.

    Womit ich mich allerdings noch deutlich weniger anfreunden kann, ist die Allgegenwart dieser generischen Standardheldengruppe um Söldner-Geron und den Zwergenkrieger Nullacht, Sohn des Fuffzehn. Mich würde interessieren, wie andere hier über die Designentscheidung denken, auf einer Vielzahl der Cover (bzw. in teils unbestritten unterhaltsamen Flufftexten innerhalb der Bände) eine stets wiederkehrende, prominente Gruppe auftreten zu lassen. Ich selbst empfinde dieses Stilmittel, vergleicht man es mit Gegenbeispielen älterer DSA-Produkte, als durchaus weniger inspirierend. Ein wenig wehmütig muss ich hierbei an S/W-Illustration wie jene des Heldentyps „Medicus“ im DSA3-Regelwerk (Mantel, Schwert & Zauberstab, S.40) zurückdenken: Beim Betrachten sprang sofort mein Kopfkino an: „Wow, auch Ärzte können großartige Helden sein!“. Oder Gaukler. Oder Barden. Diese fantasievolle Vielfalt wird meiner Meinung nach durch die weitgehende Festlegung auf eine immergleiche Gruppe von Standardhelden leider etwas unterminiert. Zudem schwingt da für mich immer so ein schwer beschreibbares, aber dennoch leicht unsympathisches TKKG-Flair mit.

    Um dies jedoch nicht zum Meckerpost verkommen zu lassen, möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich die handwerkliche Güte und die schönen Farb- und Lichtstimmungen der jüngeren Cover loben. Figuren, jedoch insbesondere auch Landschaften und Architektur sind liebevoll gestaltet und wirken wie aus einem Guss. Auch die Körperhaltungen der Figuren sind meist gut gelungen und beschreiten einen guten Mittelweg zwischen DSA-typischer „Hotzenplotzigkeit“ und einer modernen Tendenz zu mehr Action (selbst wenn ich letztere bei diesem konkreten Beispiel, wie oben beschrieben, etwas deplaziert finde). Besonders hervorheben würde ich hier auch die Statue des Namenlosen im Hintergrund – sieht finster aus und rockt!

    • Cifer sagt:

      @Sharkie
      Grundsätzlich finde ich die ikonische Gruppe nicht schlecht, nur in Abenteuern stört sie mich extrem – da ist sie nämlich direkt ein Garant dafür, dass ich die betreffenden Bilder nicht mehr in meiner Runde verwenden kann. Dass zufälligerweise Bruder Hilbert auch gerade einen Kriminalfall in Grangor aufklärt, scheint mir doch etwas unwahrscheinlich.

    • Xeledon sagt:

      Meine Kritik an dem Bild ist keineswegs die Actionlastigkeit der Szene, sondern lediglich dass durch die prominente Darstellung des Dämons und insbesondere auch die Farbgebung ich hier erwarten würde, dass der Band seinen Fokus sehr stark auf namenlose Umtriebe und nicht auf das Wirken der anderen 12+X Götter legt. Bruder Hilbert im Vordergrund geht demgegenüber fast schon unter und wirkt auf mich auch nicht so, als hätte er dem Grakvaloth viel „Karmalpower“ entgegenzusetzen. Ich hätte vom Cover zu einem zwölfgötterzentrierten Geweihtenband (das ist doch nach wie vor das inhaltliche Konzept, oder?) halt einfach erwartet, dass da das Wirken der Götterdiener wesentlich prominenter in Szene gesetzt wird, insbesondere auch unter dem Gesichtspunkt von: „Boah, solch coole Dinge will ich mit meinem Geweihten-Helden auch mal am Spieltisch machen können!“

      Ansonsten bin ich eher ein Fan der regelmäßigen Verwendung der ikonischen Charaktere in Illustrationen. Das ganze kann man ja auf verschiedenen Ebenen betrachten, wobei jeder einzelne Punkt wohl auch weitestgehend reine Geschmackssache ist:

      a) Die Charaktere sind nicht irgendwelche Platzhalter-Avatare, sondern konkret ausgearbeitete Figuren. Das bedeutet gleichzeitig, dass man ihre jeweiligen Charakterzüge in der Darstellung wesentlich prominenter in Szene setzen kann, wie dass es schwerer wird, da seine eigenen Charaktere unmittelbar hineinzuprojizieren.

      b) Die ikonischen Charaktere sind von ihrer Grundanlage her sehr klischeehaft und archetypisch ausgelegt. Das sorgt für einen gewissen Abziehbild-Charakter, vermittelt aber auch sehr effektiv und rasch ein Bild von typischen Vertretern der Spezies bzw. Profession, das in meinen Augen insbesondere Einsteigern dabei hilft, sich schnell in die Welt hineinzufinden. Ich finde Klischees im Rollenspiel durchaus nützlich, aber auch da kann man natürlich durchaus anderer Meinung sein. Mit etwas ausgefalleneren, weniger 08/15-lastigen Charakteren hätte man durchaus eine breitere Vielfalt möglicher Helden aufzeigen können, ich fürchte aber, dass darunter gerade für Neueinsteiger das klare Bild dessen, was für die Spielwelt typische Charakterkonzepte sein können, gelitten hätte.

      c) Die Verwendung der ikonischen Charaktere verändert auch die Art, wie Illustrationen bei DSA5 verwendet werden. Mit ihnen rückt die Darstellung konkreter Spielszenen mehr in den Fokus, bei denen auch die handelnden Figuren (d.h. die Helden) und ihre Aktionen dargestellt werden. Insbesondere bei DSA4 haben doch eher reine Atmosphäre-Illus oder Darstellungen, bei denen mehr Augenmerk auf die NSCs als auf die Helden gelegt wurde, dominiert (insbesondere bei den Covern fällt mir das ziemlich stark auf). Auch hier ist es letztlich eine reine Geschmacksfrage, ich finde aber, dass auch inhaltlich der Trend von DSA4 nach DSA5 dahin geht, den Handlungen der Spieler mehr Bedeutung zu verleihen und diese nicht so oft in eine Zuschauerrolle zu drücken – und letztlich gibt das auch die veränderte Herangehensweise bei den Illustrationen gut wieder.

      d) Eng mit c) verbunden ergibt sich natürlich die Situation, dass durch die Darstellung der ikonischen Charaktere als handelnde Figuren Brüche zwischen den Illus und der „Spielrealität“ der eigenen Gruppe auftreten können. Wenn man aber nicht den Schritt zurück zur „heldenbefreiten“ Art der Illustrierung machen möchte, kann man dem nur entgegenwirken, wenn man als handelnde Helden in den Illus irgendwelche möglichst unspezifischen Platzhalter-Avatare verwendet, auf die die Spieler ihre Vorstellungen der eigenen Helden projizieren können. Auch das hat aber seine Grenzen, wenn ich da an manche Schnauzbart-Flügelhelm-Illus der DSA3-Ära (mir kommen spontan ein paar Szenen aus „Staub und Sterne“ und „Alptraum ohne Ende“ in den Sinn) denke, in denen sich meine G7-Runde sicherlich auch nicht wirklich wiedererkannt hätte. Letztlich muss ich aber gestehen, dass ich den Mitspielern in meinen Spielrunden ein hinreichend großes Abstraktionsvermögen zutraue, dass sie Illustrationen nicht so „wörtlich“ verstehen, dass sie daraus tatsächlich als Botschaft „hey, Bruder Hilbert und der Söldner Geron kämpfen hier an meiner Seite gegen den Grakvaloth“ ableiten, sondern die Rolle der dargestellten Figur gedanklich durch ihre eigene ersetzen. Wie gesagt, das geht sicherlich leichter, wenn die dargestellten Figuren wesentlich unspezifischer sind als die bei DSA5 gewählten ikonischen Charaktere, aber es wird dann halt auch umso schwieriger, den handelnden Figuren einen entsprechend deutlichen Ausdruck zu verleihen.

      Ansonsten hoffe ich – nebenbei bemerkt – dass der Pool an ikonischen Charakteren mittel- bis langfristig noch erweitert werden wird, und sei es nur um einige wiederkehrende Nebenfiguren, die dann nach und nach vielleicht selbst irgendwann einen Ikonen-Status erreichen. Denn ich sehe durchaus die Gefahr, dass man irgendwann an den Punkt gelangt, wo in den Illus mehr oder weniger doch imer wieder dieselben Themen variiert werden und der begrenzte Charakterpool die Möglichkeiten der gewählten Darstellungen merklich einschränkt.

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