Aus dem Limbus: RPC-Neuigkeiten, Übersetzersuche, Orkengold und Riesland-Spielhilfen

TeilzeitheldenDie RPC in Köln ist kaum zu Ende, schon werden alle Informationen zusammengetragen, die von den Verlagen auf der Messe gestreut wurden. Während die Teilzeithelden Patric Götz vom Uhrwerk-Verlag zum Interview hatten, werden im Ulisses-Spiele-Forum derzeit alle möglichen Neuigkeiten zu DSA 5 zusammengetragen. Neben ersten Zeitplänen für die nächsten Bände gibt es auch schon konkretere Informationen zu Änderungen am Magiesystem.

Ulisses LogoWer an der Zukunft von DSA mitarbeiten möchte und sehr gutes Englisch oder Französisch beherrscht, kann sich jetzt bei Ulisses als Übersetzerin oder Übersetzer bewerben. Muttersprachler zu sein oder Erfahrung mitzubringen ist zwar erwünscht, aber nicht notwendig. Wer sich bewirbt muss dafür eine Seite als Test übersetzen.

Rakshazar_SchriftzugAuch beim Rieslandprojekt freuen sich alle über Mithilfe, denn noch dieses Jahr soll eine Fokusspielhilfe zum Tal der Klagen erscheinen. Darin wird die Region direkt jenseits des Ehernen Schwertes auf etwa 30 bis 40 Seiten beschrieben werden. Je nach Erfolg und Motivation der Autoren sollen weitere Fokusspielhilfen zu anderen Regionen des Rieslands folgen.

Ilaris BannerBei Ilaris hingegen geht mit einem Spielbericht zu etwas existierendem weiter: Dem Abenteuerband Orkengold. Zudem testen sie auch weiterhin ihr eigenes Regelsystem. Das ganze gibt es diesmal sogar getrennt aus Sicht der Spieler und der Spielleiterin.

Quellen: Teilzeithelden, Ulisses Spiele Forum, Ulisses Spiele, Der Riesländer, Ilaris

Über Nick-Nack

Nick-Nack heißt eigentlich Daniel und spielt seit Ende der 90er Jahre Das Schwarze Auge. Nach einer fast 10-jährigen Rollenspielpause stieg er Anfang 2015 wieder in das Hobby ein und betreibt seitdem unter anderem einen YouTube-Kanal, auf dem er seine Rollenspielrunden zeigt und Tipps und Tricks zum Hobby austauscht.
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14 Kommentare zu Aus dem Limbus: RPC-Neuigkeiten, Übersetzersuche, Orkengold und Riesland-Spielhilfen

  1. 0,75 € pro 1.000 Zeichen als Honorar? Wow.

    • Schreckse sagt:

      Krass… da musste aber schnell sein um auf einen vernünftigen Stundenlohn zu kommen. Eigentlich dürfte man solche Produkte, die unter diesen Arbeitsbedingungen hergestellt werden nicht kaufen. Da habe ich jetzt echt n‘ schlechtes Gewissen, da ich die Koboldbücher bestellt habe… Dann kaufe ich die Orginale auf Englisch, das geht auch. Danke für die Transparenz, aber das möchte ich nicht mehr unterstützen.

      • Josch sagt:

        Das ist wenig – keine Frage. Daher ist es wohl auch nur als Aufwandsentschädigung für solche Leute gedacht, die aus unabhängigen Gründen Lust haben zu übersetzen. Zumindest in dem Nischenbereich „Rollenspielprodukte“ sieht die Situation für Autoren in Deutschland m.W. aber auch nicht wirklich anders aus. Nehmen wir einmal an, man würde für einen deutschen Rollenspieltext 10 € pro Norm-Seite (zu 2.ooo Zeichen) bekommen. Das sieht auf den ersten Blick nach mehr aus, allerdings braucht es auch deutlich länger, eine Seite inhaltlich abgabefertig zu verfassen (das umfasst schließlich alles von der ersten Idee bis zur Sprachkorrektur), als sie als geübter Übersetzer zu übersetzen. Konsequenterweise sollte man daher, wenn einem die gezahlten Löhne auf problematische Weise zu niedrig erscheinen, entweder gar keine deutschsprachigen Rollenspielprodukte mehr unterstützen, oder bereit sein, deutlich mehr als bisher für deutsche Rollenspielpublikationen zu bezahlen. Aber hier driften wir dann wohl langsam in Richtung Utopia ab.

        • Cifer sagt:

          Jup, so schaut’s wohl leider aus. Wer nur das kaufen möchte, aus dem sich alle Beteiligten ihren Lebensunterhalt finanzieren können, sollte sich wohl leider ein anderes Hobby suchen – dass die Rollenspielindustrie nur durch die Selbstausbeutung aller Beteiligten funktioniert, ist glaube ich kein Geheimnis, wobei es dennoch lustig ist, regelmäßig die „Buch XY kostet 5€ mehr als Vergleichbares Buch Z von vor 3 Jahren – wieso ist das so teuer?“-Debatte zu lesen.

          Als teilweise auf professioneller Seite Betroffener möchte ich aber natürlich sehr für alle Kickstarter werben, die irgendwo eine „Wir zahlen unseren Mitarbeitern mehr Geld“-Stufe enthalten.

          • Josch sagt:

            Dem schließ ich mich sofort an. Vor allem fände ich es interessant, einmal auszutesten, wie weit man dabei de facto kommt (faire Bezahlung für alle Beteiligten, super Illus, maximal professionelles und gründliches Korrektorat, umweltfreundliche Druckerei mit guten Arbeitsbedingungen etc.).

        • Schreckse sagt:

          Ist schon korrekt. Michael Masberg schreibt ja hier was zu:

          http://www.dsaforum.de/viewtopic.php?f=7&p=1604179&sid=b49fbd1e89654c37559943bcf1382212#p1604179

          Dann muss man sich schon die Frage stellen, ob man die Produkte kaufen möchte oder nicht, da hast du recht und ich müsste mir das _konsequenterweise_ wirklich überlegen. Dann werde ich das mal tun…

  2. Toby sagt:

    Da zwar ins Englische, aber aus dem Französischen übersetzt werden soll, kann es sich bei letzterem nicht wie abgegeben um DSA handeln.

  3. Emeline sagt:

    Früher hätte ich das verstanden, da war DSA ein Produkt von Fans für Fans und sehr viele Leute haben da für wenig bis nichts daran gearbeitet. Aber ich dachte, Ulisses wollte eine andere Schiene fahren und das Ganze professionalisieren? Und jetzt sucht man gezielt nach billigen Laien? Das passt irgendwie nicht zum kommunizierten Anspruch.

  4. Hokus Pokus sagt:

    Auch Autoren erhalten doch kein ernstzunehmendes Gehalt, nicht nur die Übersetzer. Das ist traurig, keine Frage. In ein kleines 16-Seiten-Abenteuer fließen sicherlich so viele Stunden, dass die paar Hundert Euro, die man dafür kriegt, einen beschämenden Stundenlohn ergeben.
    Aber so darf man es einfach nicht sehen. Hier haben Leute die Möglichkeit, ihr ständig vom Aussterben bedrohtes Hobby durch eigene Mitarbeit am Leben zu erhalten und wenigstens mal nett dafür essen gehen zu können. Auf der RPC hat mir jemand aus der Branche sachlich vorgerechnet, wie viel ein vollfarbiges Hardcover-Rollenspielbuch mit den typischen 300-500 Seiten (Grundregelwerk) kosten müsste, wenn man alle Beteiligten marktüblich entschädigen würde. Die Antwort: 200€+. Das würde niemand kaufen, zurecht, denn dann wäre Rollenspiel ein exorbitant teures Hobby. Es ist eben nunmal ein Hobby, und da muss man sich auch nicht schlecht fühlen, wenn man ein Buch für 40€ kauft, das eigentlich das fünffache kosten müsste. Da leiden keine armen hungernden Kinder aus Bangladesch, sondern erwachsene Menschen, die ihre Selbstausbeutung wissend in Kauf nehmen, um ihr Hobby lebendig zu halten. Gezeter und Geweine ändert nichts an der Tatsache, dass Rollenspielbücher aufwändig sind und nur dann überhaupt zu marktfähigen Preisen verkauft werden können, wenn man massiv an den Lohnkosten schraubt. Freuen wir uns lieber stattdessen, dass es offenbar gut genug läuft, damit Ulisses (und andere Verlage auch) wenigstens ein paar Mitarbeiter fest anstellen kann mit allem Pipapo. Ist doch schön! Lange lebe das Rollenspiel!

    • Dom Ansvin sagt:

      @Hokus Pokus
      Naja, „So darf man es einfach nicht sehen“ sagt sich aber auch viel leichter, wenn man sich auf der richtigen Seite der 40 statt 200 Euro Buchpreis befindet 😉

      „Es ist eben nunmal ein Hobby, und da muss man sich auch nicht schlecht fühlen, wenn man ein Buch für 40€ kauft, das eigentlich das fünffache kosten müsste.“

      Nein, schlecht fühlen ist doof, Hobbys sollen Spaß machen. Nichtsdestotrotz ist es nicht verkehrt, die Entlohnung derjenigen, die einem diesen Spaß ermöglichen, im Hinterkopf zu behalten, sie sich von Zeit zu Zeit mal bewusst zu machen und das eben nicht als Selbstverständlichkeit hinzunehmen. Das hat auch nichts mit „Gezeter und Geweine“ zu tun, eigentlich finde ich diese beiden Wörter als Reaktion auf die Wortmeldungen hier sogar so unpassend wie nur was. Nein, Moment, den Vergleich mit den Kinderarbeitern in Bangladesh finde ich noch ’ne Ecke mieser.

      Natürlich ist es stets die freie Entscheidung der Rollenspielschaffenden, ob sie – in der Regel eben nicht als Haupterwerb – zu branchenüblichen Entlohnungen arbeiten möchten oder nicht. Keiner zwingt uns. Wir reden von Selbstausbeutung, nicht Fremdausbeutung, völlig richtig. Jeder Rollenspielverleger, den ich kenne, würde seinen freien Mitarbeitern (und den festen, so vorhanden) sehr, sehr gern mehr zahlen. Geht halt leider nicht. Aber ich finde es schon ein wenig verquer, das aus *Kundensicht* mal ganz entspannt als nunmal gegeben hinzustellen und sinngemäß zu sagen „die sollen sich mal nicht so haben und froh sein, dass sie mit ihrer Zeit was Gutes tun und immerhin das Hobby am Leben halten, das sonst ja ganz schön teuer wäre“. Mal abgesehen davon, dass sicherlich alle darüber froh *sind*, Rollenspiel in einem professionellen Rahmen lebendig und erfahrbar zu machen, kann das nur eine *Eigenmotivation* sein, kein Anspruch, der von außen an die Schaffenden herangetragen wird.

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