RatCon-Workshop: Meridiana

Wir nähern uns mit der Nachbereitung der RatCon bei unseren Workshop-Berichten langsam dem Ende entgegen. Beim Meridiana-Workshop ist uns aufgefallen, dass wir leider keine Mitschrift haben — außer einigen Tweets. Wir möchten auf diesen aufbauend dennoch wenigstens einen unvollständigen Abriss geben und hoffen auf ergänzende Kommentare der Workshopbesucher oder -ausrichter.

Die wichtigste Erkenntnis, die man aus dem Workshop mitnehmen konnte, ist sicherlich eine, die alle Al’Anfa-Fans freuen wird: Auf der Schwarzen Perle wird in Zukunft ein stärkerer Fokus liegen und sie wird zu den Gewinnern gehören.

Dies hat auch einen Grund: Die angekündigte Kampagne Rabenblut von Heike Wolf welche im November erscheinen wird (Nandurion berichtete) wird Al’Anfa radikal umgestalten. Es werden „Köpfe rollen“ und Helden werden in „gehobenen Positionen“ den Umbruch miterleben können. Im Zuge des Abenteuers wird wohl auch eine neue Macht versuchen, „die Herrschaft in Al’Anfa an sich zu reißen und den Silberberg in einem Meer aus Blut zu ertränken“ — eine Person, die „ihrer Heimat“ hilft, in Zukunft auf der Gewinnerseite zu stehen. Laut Alex Spohr ist die neue Führung Al’Anfas sehr clever.

Martin John hält die neue Stadtkarte Al'Anfas von Hannah Möllmann in die Kamera

Vermutlich wird in diesem Abenteuer auch die neue Stadtkarte Al’Anfas von Hannah Möllmann enthalten sein. Wie man unten auf dem Foto des neuen Plans erkennen kann, ist deutlich mehr Stadtgebiet dargestellt als auf der alten Karte, insbesondere im Osten und Westen. Dies wird sich auch in einem Bevölkerungszuwachs niederschlagen.

Auch über andere Mächte Meridianas wurde diskutiert: So konnte man erfahren, dass schon Ideen zu H’Raabal und der Familie Charazzar existieren und es auch zu Sylla in Zukunft Material geben wird. Im Aventurischen Boten Nr. 150 wird in einem Artikel von Marc Jenneßen der Palast zu Mirham beschrieben werden und auch der Machtkampf nach dem Tod des Königs thematisiert werden. Auch zu H’Rabaal wird es später etwas im Boten zu lesen geben.

Alex fragte das Auditorium: „Mag jemand das Kemi-Reich?“ Darauf alle (bis auf zwei): „Neeeeein!“ Mit dieser Reaktion hatte er anscheinend gerechnet und promt angekündigt, dass etwas mit dem Volk der Kemi geschehen wird. Er betonte, dass sie nicht ausgelöscht werden, aber evtl. werden sie vertrieben. Brabak bleibt dagegen auf jeden Fall erhalten. Aus den Reihen der Workshopbesucher kam der Wunsch, dass das Königreich am Kap in Zukunft eine größere Rolle spielen könnte und den Trumpf seiner geographischen Position besser ausspielen könnte. Auch die Südmeerinseln, insbesondere die Piraten Ghurenias, könnten in Zukunft eine Rolle spielen — aber erst später. Auf jeden Fall führt der Weg nach Uthuria über Ghurenia.

Die weitere Entwicklung sieht in den nächsten 1-2 Jahren viele Inhalte zu Meridiana im Aventurischen Boten vor, vielleicht wird es auch weitere Abenteuer oder eine Anthologie geben, wo man auf Seiten eines weiterhin „grauen“ Al’Anfas ins Abenteuer ziehen kann. Als Teaser wurde von Alex ein möglicher Großaufstand der Sklaven genannt, aus welchem ein Waldmenschenstamm gestärkt hervorgehen könnte. Al’Anfa wird desweiteren durch den Handel mit Uthuria einen wirtschaftlichen Aufschwung erleben und in dieser Hinsicht größere Erfolge als das Horasreich verzeichnen können. Außerdem war die Rede von einer „noch nicht spruchreifen, großen Idee“.

Quelle: RatCon-Workshop, F-Shop | Bild: Jon Hodgson

Über Thamor

Ich spiele seit 1992 begeistert DSA, meist in der Rolle des Meisters. 2008 gründete ich das DereGlobus-Projekt. Bei Nandurion betreue ich die Twitter-Kurzmeldungen. http://about.me/Thamor
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9 Kommentare zu RatCon-Workshop: Meridiana

  1. Robak sagt:

    Was mir noch einfällt:
    Brabak sollte weniger lächerlich werden
    Da Chorhop schon sehr ausführlich beschrieben wurde ist da keine Ergänzung geplant.
    Es gab auch eine Nachfrage nach Sylla. Ich glaube eine Befreiung war nicht konkret gesagt, aber dass es es dramaturgisch die „guten Piraten“ irgendwo erhalten bleiben sollten und dass der Antagonismus Sylla-Charypso was hergibt wurde gesagt.

    Gruß Robak

  2. Disaster (Alex Spohr) sagt:

    Moin!

    Kurz Anmerkung zur radikalen Umgestaltung: Es wird sicherlich einen Umschwung geben, aber man muss nicht befürchten, dass Al’Anfa plötzlich ganz anders funktioniert. Es wird weiterhin Granden und Fana und Sklaven geben. 🙂

    • Thamor sagt:

      Danke für die Korrektur, da war ich wohl etwas unvorsichtig in der Wortwahl. Umschwung passt wohl besser, ich korrigiere das oben mal.

      • Disaster (Alex Spohr) sagt:

        Kein Problem, ich wollte nur klarstellen, dass Al’Anfa immer noch sehr deutlich als Al’Anfa zu erkennen ist.
        Es geht also nicht soweit, dass da plötzlich eine Demokratie entsteht und alle Granden unter dem Richtbeil landen. 🙂

  3. Arianna sagt:

    Das hört sich sehr vielversprechend an. Die Kemi können ruhig weg, die wirken da mehr als deplatziert.
    Auch die übrigen Pläne hören sich gut an. Ich unterstütze ebenfalls den Erhalt von Sylla/Charypso.

  4. Ptolemansuni sagt:

    Auflösung des Kemi-Reiches – hmm, da bin ich zwiegespalten. Ganz generell bin ich gegen eine Altlasten-Entsorgung als reinen Selbstzweck. Ein Kahlschlag, der nur Vakuum hinterläßt, ist unbefriedigend (wie man am Beispiel einiger Meisterpersonen-Entsorgungen ohne wirkliche Notwendigkeit sieht, die nur Lücken hinterlassen haben).
    Nur, weil etwas nicht allen gefällt, muß man es ja nicht demontieren – das fängt dann mit dem Kemi-Reich an, führt über Thorwal und die Fjarninger nach Nostergast usw. Ich meine damit, wenn man irgendwo beginnt, fällt dann doch irgendwo ein Detail zum Opfer, das man als einzelner Spieler liebgewonnen hat, auch wenn andere es nicht mögen (kontroverses Beispiel: Der Schelm).

    Aber: Ein umwälzender Plot, der in sich Sinn macht (also eben keine halblebige Besetzung nördlicher Olport-Steine, z.B.) und vor allem den dann die Helden hautnah miterleben können (nach meinem Geschmack auch gerne mit reichlich Pathos gefüllt, der dann dem einen Spieler oder der anderen Spielerin doch noch etwas Mitgefühl für die Kemiten abringt), das hätte was. Viel mehr, als wenn irgendwo im Dschungel ein unbekanntes Reich verschwindet, während sich die eigentlichen Abenteuer ja doch ganz woanders abspielen.

    Ich stimme also für einen spannenden Exodus der Kemi, aber gegen langweiliges Großreinemachen ohne Spielnutzen. Und in Thalusa fällt mal wieder ein Sack Reis um …

  5. Tsafried sagt:

    Ich möchte nochmal erläutern warum ich dafür bin. das die Kemis auswandern.
    Ich habe an sich nichts gegen das Borongefällige Volk. Sie können aber ihr Potential in Aventurien nicht ausschöpfen, weil es einfach zuviele Kulturen in Aventurien gibt.
    In Den Dunklen Zeiten gab es deutlich weniger Kulturen. Das gefällt mir deutlich besser.
    Da Uthuria erst sich in den Gedanken der Autoren formt, könnte sie dort ohne Probleme eine neue Heimat finden. Es muß natürlich thematisiert werden, also Bitte kein Retcon.

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