News von der Nordcon #2: „Mit wehenden Bannern“

Auf der diesjährigen Nordcon gab es einen ausführlichen Werkstattbericht zu Mit wehenden Bannern, dem Nachfolgeband zu Von eigenen Gnaden, in dem sich die Zukunft der Wildermark entscheiden wird.

Was folgt, ist eine kurze Zusammenfassung, die wir auf der Grundlage von Mitschriften anfertigen konnten, die uns freundlicherweise von Fessy zur Verfügung gestellt wurden. Bevor es losgeht, dafür natürlich ein herzliches Dankeschön!

Der Workshop wurde von Daniel Simon Richter geleitet, da Bandredakteur Michael Masberg „theatertechnisch in München“ unterwegs war. Zu Beginn des Workshops war auch noch Niko Hoch anwesend, einer der Bandautoren.

WARNUNG: AB HIER MASSIVE SPOILERGEFAHR!



Allgemeines zu Aufbau und Inhalt

Man kann Mit wehenden Bannern mit den Charakteren aus Von eigenen Gnaden spielen, dies ist aber keine Voraussetzung. Die Handlung spielt 1035 BF und zieht sich über ein aventurisches Jahr. Neben vier Kapiteln, die im Zusammenhang mit den Jahreszeiten stehen (z. B. der „Herbst der Diplomatie“), wird es einen Anhang und ein ausführliches Beschreibungskapitel geben, das sich u. A. mit den verschiedenen Parteien in der Wildermark, ihrer Motivation, ihren Ressourcen und Ähnlichem beschäftigen wird.

Jedes Kapitel wird zu Beginn einen Zeitstrahl haben, wobei das Spieltempo aber angepasst werden kann und hier nur der wahrscheinlichste Verlauf der Ereignisse abgebildet wird. Der Stil des Abenteuers wurde grob als „viel Sandkiste mit rotem Faden“ bezeichnet. Es wird zwölf unterschiedlich große bzw. wichtige Szenarien geben, die Charaktere müssen dabei „Erfolge ansammeln“. Ein Scheitern ist hierbei jeweils möglich, das Ende der Ereignisse ist aber z. T. geskriptet.

 Viele NSCs werden optional sein, auch gibt es zahlreiche für die „zweite Reihe“. Zu allen gibt es neben Werten bzw. Wertesets (auch für das Gefolge) auch Hinweise zu Strategie und Taktik (wer kämpft wie zu welcher Jahreszeit etc.). An Prominenz mit dabei sind unter anderem: Ludalf von Wertlingen, Ucurian v. Rabenmund, Arnhild v. Darbonia, Varena v. Mersingen, Leomar und Answin der Jüngere. Auch wird es einen Kriegsfürstengenerator geben.

Schauplätze der Handlung werden unter Anderem sein: Zweimühlen, Gallys, Wehrheim, Rankaraliretena, Hartsteen, Burg Rabenmund und Auraleth. Zu den wichtigsten Schauplätzen wird es jeweils Kurzbeschreibungen geben, die Informationen nach bestimmten Kategorien enthalten (Befestigung, Leute unter Waffen etc.). Teilweise wird es neue Karten geben, u. A. für Gallys, Wehrheim (die wahrscheinlich auch als PDF separat zu kaufen sein wird), Rankaraliretena, die Umgebung von Zweimühlen und evtl. auch für Zweimühlen selbst.

Als weitere Features wird es im Abenteuer eine Wappentafel geben, allerdings keine Verwaltungsregeln, dafür aber evtl. eigene Regeln für Schlachten (die noch im Test sind).

Erscheinen wird der Band wahrscheinlich zur Ratcon 2012.

Handlung und Ausblick auf die weitere Entwicklung

Die Zusammenfassung des Plots übernehmen wir an dieser Stelle einfach mal wortgetreu aus Fessys Notizen, weil man es unmöglich prägnanter formulieren kann: „Die SCs müssen möglichst viele Verbündete sammeln, die Gegenseite hat irgendwas Fieses, am Ende knallt’s, Rohaja kann sich nicht selbst kümmern (wegen was in den Nordmarken). Zwischenruf meinerseits: „klingt nach einem Auftrag für Rondrigan“ DSR: *lächelt*“.

Am Ende der Ereignisse wird das Ende der Hartsteener Fehde stehen und eine neue Provinz mit neuem Herrscher entstehen: die Markgraftschaft „Rommilyser Mark“, die in etwa das Gebiet von Wildermark und Traviamark umfassen wird (die Traviamark wird also nicht weiter bestehen). Die regierende Person wird sich erst noch beweisen müssen, die neue Markgrafschaft wird aber auch weiter ein Ort für Heldenarbeit werden.

Am Ende der bespielten Zeit wird es zu einem Großen Hoftag kommen. Und der wird, anders als die letzten Hoftage, mit fast alten Reichsgrenzen (d. h. denen zur Zeit Brins) stattfinden, da Albernia und Almada ebenso wieder Teil des Reiches sind wie die meisten Teile Darpatiens.

Das Abenteuer wird einen Abriss für die folgenden drei Jahre zum Weiterspielen enthalten. Auf Rückfragen wurde klargestellt, dass Wehrheim nicht wieder aufgebaut wird (zu teuer) und Rohaja sich auch keine Hausmacht erheiraten wird.

Quelle: Mitschrift von Fessy.

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5 Kommentare zu News von der Nordcon #2: „Mit wehenden Bannern“

  1. Silem sagt:

    Nochmal vielen Dank 🙂

    Ich bin teilweise glücklich teilweise mach ich mir jetzt schon Sorgen. Wir spielen seit fast einem Jahr in der Wildermark und oh Gott ich kann mir vorstellen meine Helden hab so einiges angestellt was nicht im offiziellen Aventurien gedacht war. Heißt viel Anpassungsarbeit aber naja wird schon werden und der Ruhestand lässt sich dann auch einrichten.

    LG

  2. Fil sagt:

    Mir gefällt sehr gut, dass die Entwicklung Spuren hinterlässt und nicht einfach Darpatien und Wehrheim wiederhergestellt werden, als sei nichts geschehen.

  3. AxelOxenstierna sagt:

    Mein Tipp ist, dass Darpatien ausgedient hat, da so ziemlich niemand mehr die Familie Rabenmund größer vertreten sehen will. Außerdem war ein faktischer Kirchenstaat ja auch stets zu frühneuzeitlich, um tatsächlich angenommen zu werden. Von daher geht die Traviamark hopps. Was mich ein wenig traurig stimmt ist die Restitution des „Alten Neuen Reiches“. Aber in der Hinsicht nehme ich an, dass die Redaktion ihre Pappenheimer kennt und auf Dauer niemand größere Veränderungen sehen will. Schade eigentlich.
    Wer allerdings die Markgrafschaft als Lehen (eine putzige Vorstellung) erhält, das finde ich die interessanteste Metaplot-Frage.
    Ich bin zurzeit vor allem froh, dass der weibliche Richard-Nixon Aventuriens (Rohaja) nicht noch mehr Macht in die Hände gespielt bekommt. Dass das zentralistisch-machtvolle Kaiserreich sanfte Probleme für Plots im Mittelreich mit sich gebracht hat, ist ja nicht erst Hadmar-„dann mach ich’s eben kaputt“-Wieser mit seinem Abgang aufgefallen. Ich hoffe einfach auf ein Lernen aus der Vergangenheit. Und natürlich der Drachenchronik.

  4. Arduinna sagt:

    Danke, Fessy. Ich freu mich schon. 🙂

  5. AxelOxenstierna sagt:

    Ich korrigiere mich, Kommentare sollten nicht im krankheitszustand verfasst werden: Ronald Reagan war die gesuchte Vergleichsperson. Richard Nixon hatte mehr politische Fähigkeiten und wäre von daher ein ungerechter Vergleichspartner.

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