Uli Lindner verlässt Aventurien

Heute erreichte uns eine Mail von Uli Lindner der uns bat, folgendes Statement zu veröffentlichen. Ohne große Umschweife wollen wir das auch hiermit tun:

Liebe Fans des Schwarzen Auges,

Bereits am 6. April hat Ulisses Spiele mir mitgeteilt, dass der Verlag seine Zusammenarbeit mit mir mit sofortiger Wirkung beenden werde. In der Folgezeit haben einige ehemalige Kollegen aus der Redaktion hinter den Kulissen vermittelt. Sie haben hiermit zumindest erreicht, dass ich als Autor bei einzelnen Projekten mitarbeiten könne, wenn mich ein Bandredakteur anfordert. Dafür möchte ich mich bei ihnen bedanken. Gleichzeitig wurde jedoch vom Verlag bekräftig, dass ich in Zukunft keine Projekte mehr selbst betreuen werde, wozu auch bisher in meiner Verantwortung liegende Werke zählen.

Durch die Bemühungen meiner ehemaligen Redaktions-Kollegen wird es mir noch möglich sein, den Kampagnenband Lichtsucher gemeinsam mit meinen Co-Autoren Chris Gosse, Lars Reißig und Stefan Unteregger zu Ende zu führen. Das Abenteuer in diesem Team zu beenden war mir ein großes Anliegen, da wir nicht nur bisher großartig zusammen gearbeitet haben, sondern auch eine gemeinsame Vision des Bandes teilen. Ich freue mich, dass wir die Möglichkeit haben, diese Vision gemeinsam umzusetzen.

Dies wird jedoch meine vorerst letzte Publikation für Aventurien sein, abgesehen davon ist nicht mit weiteren Projekten meinerseits für Ulisses Spiele zu rechnen. Ich war von der Beendigung der Zusammenarbeit äußerst überrascht und bedaure diesen Schritt des Verlags sehr. Und auch wenn dies inzwischen teilweise relativiert wurde, muss ich doch für mich einen klaren Schnitt vollziehen. Die Produkte, die mir stets am meisten Freude bereitet haben – und gleichzeitig meine erfolgreichsten Werke -, waren jene, in denen ich selbst auch in Planungsprozesse eingebunden war und eigene Vorstellungen verwirklich konnte. Hierzu zählen neben dem Abenteuer „Von eigenen Gnaden“ auch die Spielhilfen „Die Dunklen Zeiten – Imperien in Trümmern“ und „Hallen arkaner Macht“. Da es mir in Zukunft nicht mehr möglich sein wird, Projekte selbst zu betreuen oder anzuregen, ziehe ich mich schweren Herzens aus Aventurien zurück. Ich bitte um Verständnis, dass ich keinerlei weiteren öffentlichen Erklärungen zu dieser Angelegenheit abgeben werde, um eine Eskalation der Situation zu vermeiden.

Was für Auswirkungen diese Verlagsentscheidung auf die bisher von mir betreuten Projekte hat (darunter das Abenteuer „Mit wehenden Bannern“ und der dritte Magierakademienband), vermag ich nicht zu sagen. Ich bitte etwaige Fragen hierzu an den Verlag zu richten. Gerade „Mit wehenden Bannern“, den Nachfolger von „Von eigenen Gnaden“, hätte ich sehr gerne geschrieben und damit auch die Entwicklungen in der Wildermark zu einem Ende gebracht. Ich selbst kann den vielen Fans, die auf diese Produkte gewartet haben, nur mein Bedauern ausdrücken, denn nur ungerne lasse ich meine „Baustellen“ unbearbeitet. Ich hoffe jedoch und bin zuversichtlich, dass die Produkte durch die Beendigung der Zusammenarbeit mit mir nicht gestorben sind.

Insgesamt erfüllt mich das Ende meiner Mitarbeit mit Wehmut. Aventurien hat nicht nur in den letzten 5 Jahren meiner aktiven Mitgestaltung als Autor einen großen Stellenwert in meinem Leben eingenommen und ich hätte gerne noch viele Ideen eingebracht, doch dieses Kapitel ist nun für mich leider beendet. Ich möchte allen Lesern, Fans und Kritikern meiner Werke für die schöne Zeit danken. Gerade das Feedback der DSA-Spieler war immer ein großer Ansporn bei dieser Arbeit und der Erfolg meiner Werke wie etwa des Abenteuers „Von eigenen Gnaden“ oder der Box „Die Dunklen Zeiten“ hat mich stets mit Stolz erfüllt. Mein besonderer Dank gilt jedoch den tollen Kollegen unter Redakteuren und Autoren, mit denen ich stets gerne zusammengearbeitet habe. Jenen, die weiter für Aventurien schreiben, wünsche ich dabei jederzeit viel Erfolg und vor allem Spaß. Ich bin zuversichtlich, dass sie Aventurien weiterhin zu einem Ort machen, an dem ich gerne Abenteuer erlebe. Auch dem Verlag wünsche ich weiterhin Erfolg mit dem Schwarzen Auge, damit wir uns noch lange an einem unserer liebsten Rollenspiele erfreuen können.

Allen Spielern wünsche ich hingegen noch viele spannende Abenteuer in Aventurien – vielleicht auch mit einem meiner alten Bände. Und vielleicht sieht man sich ja noch in anderen Welten! Denn ich werde definitiv nicht komplett aus dem Rollenspiel-Bereich verschwinden.

Mit aventurischen Grüßen,
Uli Lindner

Quelle: Uli Lindner per E-Mail

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Über Amirwolf

Amirwolf heißt eigentlich Julian und ist eher unter seinem Spitznamen Locke bekannt. DSA spielt er nun schon seit einigen Jahren und leitet dort vor allem. Bei Nandurion ist er seit Herbst '10 als Blogger aktiv und ist einer der zwei Admins.
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64 Antworten auf Uli Lindner verlässt Aventurien

  1. ulix sagt:

    Sehr umsichtig und sicherlich gewinnmaximierend, wenn manjetzt auch noch den Autoren vergrault, dessen Werke nicht nur im Fandom, sondern sicher auch in Sachen Verkaufszahlen in letzter Zeit die erfolgreichsten waren.

    Ich weiß ja nicht. Bisher dachte ich mir: naja, wird schon irgendwie weitergehen mit DSA.
    Aber umso mehr dieser Meldungen einflattern, und umso mehr Details zum Vorschein kommen (Redakteure sollen keine eigenen Ideen mehr einbringen, keine eigenen Projekte mehr starten können? Wie Bitte?!? Wovon hat DAS nochmal in den letzten 25 Jahren gelebt?), umso mehr bezweifel ich das mit dem „wird schon irgendwie“.

    Naja, da ich selten spiele, aber fleißig gesammelt habe, hab ich hier noch genug Material für ein paar Jahre oder Jahrzehnte DSA.

    Also liebe (ehemalige) DSA-Redaktion: war schön mit euch, danke für eure großartige Arbeit!

    Ulisses wird von mir auf jeden Fall jetzt deutlich weniger Kohle in den Rachen geschoben bekommen, und ich werde mir bei den meisten Publikationen sehr genau überlegen, ob ich sie mir kaufen werde.

    • Quendan sagt:

      @ulix:
      Kleine Anmerkung zu deinem Kommentar: Es ist nicht so, dass generell keine Redakteure mehr eigene Ideen einbringen oder Projekte starten sollen. Es geht hier nur um meinen persönlichen Fall, wie ich ja auch in meinem Statement schreibe. Natürlich werden noch weiter aktive Autoren eigene Sachen einbringen können und Projekte betreuen.

      • ulix sagt:

        Ok… nunja… ich weiß zwar, dass du dich nicht dazu äußern kannst bzw. willst, aber gerade dir gegenüber kann ich die Entscheidung des Verlags dann erst recht nicht verstehen.

        Da es (zumindest meinem unregelmäßigen Forumsbesuchen nach) ja gerade die von dir angestoßenen und geplanten Publikationen waren, die in letzter Zeit für ein Bisschen Freude unter den Fans gesorgt haben (Ehre wem Ehre gebührt: die Schwefels haben bei der Städte-Spielhilfe ebenfalls großartige Arbeit geleistet), und die sicher auch für den Verlag nicht schlecht gelaufen sind. Außerdem haben deine Ideen haben ja auch neue Publikationen befruchtet (hoffe mal die Tharun Box kommt noch irgendwann).

        Naja, sehr schade auf jeden Fall. Viel Erfolg bei allem was du jetzt noch so vorhast und danke für die Arbeit an DSA!

  2. Damon Terandir Estafynn Rustan sagt:

    Erstaunlich, wie der Verlag mit seinen Leistungsträgern umgeht. Was steckt dahinter? Ich dachte eigentlich, dass mit der „Zentralisierung“ der Redaktion in Waldems der Redaktions-Kehraus beendet wäre. Es scheint hinter den Kulissen einen Zwist oder einen Streit über grundsätzliche Aspekte von DSA zu geben, die sich den Spielern (und vor allem: Käufern!) nicht erschließen. Es müsste dem Verlag doch klar sein, dass mit dieser Politik Fans vergrault und der Output von qualitativ hochwertigen Produnkten wie den Magierkakademien-Bänden gesenkt wird. Was also ist der Grund für diese Aktionen? Wirklich schleierhaft!

    • ulix sagt:

      Ein erklärendes Statement der Verlagsleitung wäre zwar schon vor Wochen fällig gewesen, aber umso länger es herausgezögert wird, umso mehr verspielt Ulisses das Vertrauen der Kunden (viel ist nicht mehr übrig).

      Man könnte ja meinen Sony hätte das Vertrauen seiner Nerd-Kunden in den letzten Monaten am meisten enttäuscht. Rein prozentual gesehen wird es aber eher Ulisses sein…

  3. DerZunker sagt:

    Ich werde (versprochen) nicht auf die Knie gehen, nicht mit Faust drohen und nur ein wenig in Tränen ausbrechen. Ich finde es äußerst schade, kann aber deinen Schritt voll und ganz nachvollziehen. Viel Glück bei neuen Projekten und ich hoffe doch schwer an anderer, rollenspielerischer Ecke von dir zu lesen.

  4. Glühwürmchen sagt:

    Ich bin gerade wirklich erschrocken und.. fassungslos. Was soll den der Mist ? Ich habe die Arbeit von Uli immer als qualitativ hoch und ideenreich angesehen und nun muss ich das hier lesen. Tut mir Leid wenn ich jetzt etwas aus der Haut fahre, aber sind die Leute beim Verlag total bescheuert ? Gerade fehlen mir wirklich die adäquaten Worte.

    Naja.. einige Worte will ich noch loswerden. Vielen lieben Dank Uli für deine langjährige Arbeit für Aventurien. Ich habe dich stets als einen sehr angenehmen und umsichtigen Autoren erlebt. Und ich bedauere deinen Schritt sehr und bin auch etwas traurig, denn ich weiß, dass Aventurien nun einen weiteren sehr qualifizierten Autoren verliert.

    Glühwürmchen,
    leicht säuerlich

  5. JJ sagt:

    Hmmm, da scheint jemand bei Ulisses aber sehr dünnhäutig zu sein, wenn ein so vorsichtiges Kontra wie es Herr Lindner nach seinem Ausscheiden aus der Redaktion hin und wieder hat durchscheinen lassen, zu solch drastischen Schritten bewegt.

    Ich folge Herrn Lindner jedenfalls gerne, wohin auch immer es ihn nun treiben mag.

  6. Gresandor sagt:

    Mir fehlen die Worte….

    Uli ich danke dir für deine Arbeit rund um Aventurien und bedauere die Handlungsweise von Ulisses sehr. Es wird auch langsam zeit für ein offizielles Statement seitens Ulisses. Ich würde sehr gerne die Bewegründe des Verlages für die Aktionen der letzten Monate wissen. Grade in den Zeiten des Internets (vernetzter DSA-Spieler/Meister, Autoren, Aventurien-Pages, Foren…) sollte U. wissen das sie so ihre Fans vergraulen und so langsam aber sicher eine „Wo zur Hölle soll das hin führen?“-Mentalität entsteht.

    Gruß
    Gresandor

  7. Vibarts Voice sagt:

    Und noch ein Eindruck aus der selben Ecke. Ich war immer gegen Endzeitstimmung für DSA, aber in den letzten Wochen setzt Ulisses wirklich alles daran, um als Unternehmen in der Öffentlichkeit möglichst behämmert auszusehen. Wünschen wir Deutschlands beliebtestem Rollenspiel in seiner dunkelsten Stunde (was war Borbarad schon gegen diesen Verlag…) viel Glück.

    Viel Erfolg auf dem weiteren Weg wünsche ich jedenfalls Uli Lindner, dem ich hier noch einmal für seine Arbeit an Aventurien meine aufrichtige Wertschätzung vermitteln will. Danke.

  8. Malvolio sagt:

    schade, daß Uli geht/ gehen mußte! Ich bin gespannt, wohin es den Verlag jetzt treibt nachdem eine ganze Menge treibender und kreativer Köpfe nicht mehr dabei sind.

    und jetzt drücke ich um so mehr die Daumen, daß die dunkle Zeiten box den RPC-Award 2011 nächstes Wochenende gewinnt!

    Cheers
    Malvolio

  9. KlickKlack sagt:

    Mal ganz davon abgesehen, dass deine Beiträge zum Schwarzen Augen stets hochwertig und `besonders´ waren. Habe ich Dich in den Foren auch stets als jemanden erlebt der nicht nur auf die vielen Fans zuging, sondern stets auch, selbst wenn es schwierig war, die Redaktionsfahne hochgehalten hat. Das war für mich häufig unverständlich und wirkte auf mich manchmal schon ignorant, trotzdem nötigte es mir Respekt ab, und es macht mich wirklich ärgerlich, wenn man sieht wie es Dir gedankt wird.

  10. Falk von Beonspfort sagt:

    Alles Gute Uli Lindner, schade DSA. Es geht ein guter Mann verloren.
    Nochmals Danke für die Dunklen Zeiten und VeG.

  11. Rufio sagt:

    Hm – irgendwie bin ich froh, das meine DSA-Sammlung sämtliches bis heute veröffentlichtes Material umfasst. Da mir bei den ganzen NAchrichten bzgl. der Redaktion in den letzen Wochen/Monaten so langsam aber sicher die LUst ausgeht, Ulisses weiter mein sauer verdientes Geld nachzuwerfen, wenn zu dem ganzen Chaos nichts,aber auch gar nichts kommt, was die HIntergründe mal ein wenig erhellen könnte, habich wenigstens noch genug Material für jahrelanges spielen…..

  12. Alrik Fassbauer sagt:

    Ich bin jetzt tatsächlich etwas geschockt und auch verwirrt.
    Und ja, bei mir macht sich inzwischen auch diese „wohin soll das eigentlich führen ?“ – Stimmung breit.

    Gute Arbeit in der vergangenen Zeit, auch angesichts des Preises, mit dem „Von eigenen Gnaden“ (und andere Bände) inzwischen gehandelt wird, was anscheinend ein Hinweis auf die Beliebtheit des Abenteuers zu sein scheint (ich selbst habe es nicht).

    Ist es eine Konzeptionelle Neuausrichtung, die der Verlag anstrebt ? Was ist das Ziel ? Ich konnte bisher in Konturen eines erahnen (zumindest glaubte ich das), aber seit dieser Nachricht und der letzten Nachrichten über Entlassungen eigentlich wichtiger und bekannter Autoren und Redakteure verliert jene „Vision“, die ich zu erahnen glaubte, zusehends an Kontur.

    Na, da bin ich ja mal gespannt, ob es denn wenigstens zur RPC eine Art Ankündigung , gleich welcher Art, geben wird … Jedenfalls werden sich die Mitarbeiter am Stand von Ulisses dort womöglich nicht vor Fragenden retten können …

  13. Callisto sagt:

    Ich empfand Dich immer als durchaus sympathisch. Obwohl ich DSA nichts abgewinnen konnte und kann, warst du einer der wenigen, die ich durchaus auch mal gerne gelesen habe. Also in Foren.

    Das Ulisses sich so … bockig zeigt, bestätigt natürlich meine schlechte Meinung von DSA, aber es tut mir trotzdem aufgrund meiner Sympathien für Dich leid, dass es so gelaufen ist.

    Aber meine Freude überwiegt. Meine Vorfreude auf deine Werke ausserhalb von DSA. Ich bin sicher, ohne DSA wird sich deine Kreativität weiter entfalten können als es mit DSA der Fall gewesen wäre und eventuell kaufe sogar ich dann was von dir.

    Daher viel Erfolg mit deinem Studium und lass dir davon die Lust am RPG-‚Business‘ nicht vermiesen!

  14. Wulf sagt:

    Ich verstehe wirklich nicht, was Ulisses dazu bewogen hat. Welche Person trifft da denn solche Entscheidungen? Es ist sowohl ein Image-Schaden und (noch viel mehr) der Verlust einer der besten Autoren, die etwas für DSA beigetragen haben. Eine so intensive und nahe Fan-Arbeit war beeindruckend.
    Uli wünsche ich alles Gute! Es ist wirklich schade, dass seine Arbeit von Ulisses nicht so geschätzt wird, wie von den vielen Fans.

  15. Dr. A. F. sagt:

    Guten Tag zusammen.

    Ich spiele seit vierundzwanzig Jahren DSA und habe alle Hochs und Tiefs dieses Systems in Deutschland und der Welt miterlebt. Dabei habe ich Rollenspiel stets als ein hochgradig soziales Ereignis er- und gelebt. Aus meiner beruflichen Erfahrung mit Jugendlichen weiss ich, dass gerade die Rollen-spielenden auch ihre größte Rolle – im richtigen Leben – mit besonderer Eleganz zu spielen vermögen. Denn Rollenspiel schult vor allem eins: Kreativität und den Sinn für Mögliches im Umgang miteinander.
    Ulisses verrät diese Idee. Auch ist sich der Verlag seiner Verantwortung für Jugendliche nicht bewußt. Die Verantwortlichen sollten öfter mal ihre eigenen Produkte spielen, um grundlegenden Umgang mit Menschen zu erlernen.
    Lieber Uli: Anläßlich Deines (wie sagt man jetzt?) Ausscheidens alles Gute für die Zukunft. Du hast mit Deiner Arbeit mehr als einen Jugendlichen vor dem Absturz gerettet und zahlreiche Perspektiven eröffnet. Gut gemacht!

    Der Doktor

  16. Fieser Meister sagt:

    Das ist EXTREM ärgerlich und bedauerlich! DSA verliert einen seiner besten Autoren. Ich will mir nicht erlauben, Quendans Entscheidung zu kritisieren, es ist seine Sache. Aber ich hoffe inständig, daß der zweite Wildermark-Band trotzdem kommt und das soweit wie möglich Ulis Ideen oder gar Entwürfe dabei berücksichtigt werden. Sonst vergibt Ulisses die Möglichkeiten einer der besten Spielumgebungen für DSA (noch mehr als bisher…).

  17. Simone Gründken sagt:

    Das ganze Verlags-Gebashe hier geht mir gehörig auf den Keks.

    Aber dir, Ulli, wünsche ich alles Gute für die Zukunft und viel Spaß mit neuen Projekten. Man sieht sich sicher auf der ein oder anderen Con.

    Alles Liebe,
    Simone aka Firunja 😉

  18. Nekroth sagt:

    Auch wenn sein Ausscheiden ein großer Verlust für DSA und Aventurien ist, so sind Ulis Beweggründe absolut nachvollziehbar und konsequent.

    @ Quendan/Uli:
    Vielen Dank für Dein Engagement, Deine Kreativität und die Fußstapfen, die Du in Aventurien hinterlässt.
    Und natürlich viel Glück für die Zukunft! Vielleicht sieht man Dich ja in einer Post-Ulisses-Phase von DSA wieder? Ich würde es mir wünschen.

    Viele Grüße

  19. Luciano sagt:

    Vielen Dank, Uli, für Deine bisherige Arbeit!
    Ich habe persönlich weder „Von eigenen Gnaden“ gespielt noch die „Dunklen Zeiten“ bespielt, habe aber von vielen Spielern auch im privaten Umfeld großes Lob darüber gehört! Klar gefällt nicht jedem alles. Aber einen derartigen Konsens über die Qualität von DSA-Produkten habe ich selten erlebt!

    Auch ich habe mich manchmal gewundert, mit welcher Ausdauer Du Ulisses in den vergangenen Monaten im Netz verteidigt hast. Gerade vor diesem Hintergrund und angesichts der Entgleisungen der letzten Zeit wie denen des Herrn Masberg, die keines weiteren Kommentars bedürfen, ziehe ich vor Dir den Hut für die Professionalität und Nüchternheit Deiner Mitteilung! DSA hätte Dich zur Zeit gut gebrauchen können!

    Schade, wieder ein kompetenter Autor weniger.

    Ciao
    Nicolas

  20. Ich möchte an dieser Stelle gerne deutlich machen, dass wir Verlagsmitarbeiter natürlich die öffentlichen Diskussionen im Internet verfolgen. Wir haben auch (jeder für sich) eine eigene Meinung davon, wie die Dinge tatsächlich abgelaufen sind, und haben dabei natürlich Einblicke (Verlagsinterna), die anderen nicht haben können. Meine Meinung über meinen Arbeitgeber unterscheidet sich dabei drastisch von dem ein oder anderen Bild, das in letzter Zeit in Fanforen über Ulisses entstanden ist. Breittreten möchte ich meine Ansicht der Dinge hier nicht. Ich will nur klarstellen, dass ich durchaus aktiv die Forenlandschaften mitverfolge. Wenn ich mich dabei zu brenzligen Themen (wie diesem hier) nicht inhaltlich äußere, liegt das daran, dass ich kein Interesse habe, Zugpferd irgendwelcher öffentlicher Schlammschlachten zu sein. Ich habe durchaus mitbekommen, wann wer was zu wem gesagt hat – denn ich sitze ich gleichen Büro wie der Verlagsleiter und hinter der nächsten Tür sitzt der Geschäftsführer. Aber die Inhalte dieser Gespräche gehören nicht hier her. Dass sich der Verlag eines öffentlichen Statements über Verlagsinterna entzieht, empfinde ich übrigens als professionelles Vorgehen von Seiten meines Arbeitgebers.

    Von daher bleibt mir jetzt nur zu sagen: schade, Uli, dass du nach Lichtsucher (Bandredaktion: Daniel Simon Richter) nichts mehr für DSA schreiben wirst. Mach’s gut! Man sieht sich.

    • Favoral sagt:

      @Melanie: Nimm es nicht persönlich, ich mag deine Bilder, nur tust du mit deinem Statement hier dem Verlag kein Gefallen: „Euch fehlt der Einblick, aber Ulisses ist in Wahrheit ganz toll“ erklärt bestimmt für die Fans und Käufer des Systems super, warum dieser ungesehene kreative und menschliche Kahlschlag der letzten 12 Monate eine total tolle Sache ist („Weil, ich sitze hier im gleichen Büro und höre, was Mario Truant darüber sagt“) und dass es auch richtig ist, den Hohn und Spott eines Michael Masberg unkommentiert zu tollerieren. WTF. Hätte Ulisses den wenigsten gleich mitrausgeschmissen für seine unglaubliche Aktion.

      Auch dein Bedauern, dass Uli nun nichts mehr schreiben wird. Häh??? Ulisses ENTLÄSST ihn, Ulisses WILL nicht, dass er noch irgendwas für DSA schreibt, und nur durch interne Mediation einiger Ex-Kollegen DARF er überhaupt noch. Aber du und einige andere scheinen zu glauben, sein Abgang wäre eine freiwillige Entscheidung???

      Korrigiere mich, wenn ich es falsch lese.

      Sich hinter den Mantel von Professionalität zu stellen, ist angesichts der Ulisses-Aktionen der letzten Wochen und Monate, mit der Cancelung oder Verschiebung fast aller lang erwarteten Publikationen, mit unsäglichen Pressemitteilungen, dem Kahlschlag im Kreativ-Personal, dem fehlenden Lektorat usw. … ach, ich verkneife mir jetzt lieber jeden weiteren Kommentar, sonst masberge ich hier noch rum.

      • Quendan sagt:

        Ich möchte darum bitten Melanie hier nicht zu viel zu unterstellen. Ich kenne sie schon länger, kam immer sehr gut mit ihr aus und nehme ihr voll und ganz ab, dass sie es persönlich schade findet. Man kann ja auch eine Entwicklung bedauern, wenn man den Weg dahin völlig unterschiedlich bewertet.

        Und auch ich empfinde es als professionell, dass Ulisses jetzt nicht näher auf die Umstände eingeht. Das werde ich ja selbst auch nicht tun. Etwaige Fragen zur Zukunft von DSA, die sich einigen vielleicht stellen mögen, können natürlich geäußert werden. Aber am besten nicht hier (denn das ist die falsche Stelle, hier geht es um ein Ende, nicht um die Zukunft), sondern dann im Ulisses-Forum. Da können dann auch die Verantwortlichen auch vernünftig reagieren.

        In jedem Fall danke an alle hier für ihre netten Worte. 🙂

        • Favoral sagt:

          @Uli: Natürlich findet Melanie das schade, ist es ja auch. Aber man muss sich doch dann auch der Realität stellen, wenn man einerseits Deinen Weggang (und vermutlich auch all die anderen) bedauert, gleichzeitig aber nebulös erklärt, dass der Verlag toll handelt. Eines von beiden geht nur. Oder man findet es nur aus persönlichen Gründen schade (da geht ein Mensch), aber für die Zukunft von DSA gut, weil eben eine richtige, nachvollziehbare Entscheidung des Verlags.

          Zumal ja Melanie auch gar nicht zu verstehen scheint, warum die Fans in den letzten 12 Monaten so ein schlechtes Bild von Ulisses gewinnen konnten.

          • Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern auch viele Zwischentöne – die gehören für mich ebenfalls zur Realität.

            Ich persönlich halte daran fest, dass ich es schade finde, dass Uli nach seiner Arbeit am Lichtsucher nicht weiter für Aventurien schreiben wird. Und ich lasse es mir auch nicht nehmen, meinen Arbeitgeber in einem anderen Licht zu sehen als manche andere Leser Nandurions, ohne dass ich jetzt genau darauf eingehen muss, warum und inwiefern ich ihn anders sehe. Denn dazu müsste ich Interna nach außen tragen. Und das werde ich nicht tun.

            Ja, ja.. ich weiß: schon wieder so ne nebulöse Aussagen.

      • Du interpretierst zu viel in meine Worte, lieber Favoral:

        „schade, Uli, dass du nach Lichtsucher nichts mehr für DSA schreiben wirst.“ enthält keinerlei Statement darüber, ob „Ulis Abgang eine freiwillige Entscheidung“ war oder nicht. Und ich werde einen Teufel tun und aus dem Nähkästchen plaudern.

        • Favoral sagt:

          @Melanie: Ja, das hatte ich dann auch gemerkt: du bedauerst es persönlich. Das ist auch verständlich und sei dir unbenommen.

          Um so mehr Fragen an den Verlag und seine (unpersönliche, auf das Produkt DSA bezogene) Sicht der Dinge ergeben sich dann aber daraus. Siehe meine anderen Postings. Findest Du als Verlagsvertreterin denn Ulis Rauswurf FÜR DSA gut und richtig? Welches Potential für das System siehst Du bzw. der Verlag darin?

          Dass Ulis Abgang nicht freiwillig war, dazu braucht es ja nun keine Verlagsinterna. Entgegen der Suggerierungen des Verlags (Magisterarbeit, eigener Verlag usw.) dürften die Allerwenigsten DSA-Redakteure freiwillig gegangen sein.

          • Personalfragen sollen keine Interna sein? Du bist lustig 🙂

          • Favoral sagt:

            @Melanie: Ich sagte, ich benötige keine Verlagsinterna, um zu sehen, dass Ulis Weggang nicht freiwillig erfolgt.

            Mich interessiert eine konkrete Antwort auf die Frage, weshalb der Verlag es für das Produkt DSA als GUT betrachtet, Uli Lindner nicht mehr für DSA schreiben lassen zu wollen.

    • Zwart sagt:

      Zu diesem Ganzen Vorgang kannst Du Dich natürlich gerne raushalten.
      Aber wenn Du so nah an der Quelle sitzt, wäre ein kleiner Ausblick auf die Vision die hinter diesem „entkrusten“ und „aufbrechen“ steht, hilfreich für uns Fans die einfach extrem verunsichert sind.

      • Was genau wollt ihr über die Visionen Ulisses wissen?
        Geht es um die Zukunft Aventuriens?
        Geht es darum, mit Publikationen welcher Art man in der näheren oder in der ferneren Zukunft rechnen kann?
        Geht es darum, dass ihr als Fans gerne wissen würdet, wer inhaltlich die Zügel in der Hand hält und zwar für welchen Landstrich?
        Geht es darum, dass ihr gerne wüsstet, an wen ihr euch wenden müsstet, wenn ihr euch selbst gerne als Autoren engagieren wollt?
        Geht es darum zu wissen, ob und wie man eigene Ideen auch als Nichtangestellter einbringen kann?
        Geht es um die Personalstruktur des Unternehmens?
        Was liegt euch auf dem Herzen?

        • Favoral sagt:

          Ich möchte zunächst einmal ein offizielles Statement lesen, in dem man vom Verlag, und nicht vom Autor, erfährt, warum Uli Lindner keine Projekte mehr anvertraut bekommt, warum man lieber andere „Mit wehenden Banner“ schreiben lässt. Und bitte diesmal ein Verlagsstatement, das nicht eine nichtexistente Magisterarbeit des Geschassten hervorfabuliert. Bitte KEINE Worthülsen.

          Dass man auch auf unbequeme Fragen antwortet und nicht nur mit einer potentiellen, für niemanden nachprüfbaren Zukunft hausieren geht.

          Und das bitte jetzt mal für alle Gegangenen.

          Ansonsten konkret: In der Pressemitteilung zu Thomas Roemer hieß es: „bleibt ein Teil von DSA, der nicht wegzudenken ist“. An welchen Projekten sitzt Thomas Roemer zur Zeit und wieso verschiebt sich die Uthuria-Kampagne um ein (!) Jahr, wo er und auch Patric Goetz doch jetzt als entlassene Kernredakteure viel mehr Zeit hätte als zuvor?

        • Favoral sagt:

          Ach, und ich möchte gern wissen, wie der Verlag über die öffentlichen Beleidigungen von Ex-Redakteuren durch einen ihrer Autoren denkt? Heißt Ulisses das gut? Vertritt man eine ähnliche Ansicht wie Herr Masberg? Lässt man ihn einfach machen und kümmert sich nicht weiter drum? Oder verwehrt man sich gegen diese menschlichen Entgleisungen mit aller Schärfe? Oder sieht man da sogar öffentlichen Schaden im Image des Verlags und der Marke, der so nicht zu tollerieren ist?

        • Favoral sagt:

          Sorry, noch eine Frage (die letzte): Warum schmeißt der Verlag einen Redakteur raus und will ihn keine Bände mehr betreuen lassen, äußert sich nicht offiziell dazu (verschiebt dessen Brief im hauseigenen Forum auch noch zu „DSA-Sonstiges“). kündigt aber gleichzeitig offiziell vollmundig und stolz an, dass dessen Publikation „Die dunklen Zeiten“ für den RPC Award nominiert ist?

          • Silent Pat sagt:

            Der Thead wurde in DSA-Sonstiges verschoben, weil er da hingehört – aus keinem anderen Grund.

            Und ich bin garantiert nicht „der Verlag“, ich habe schlicht und einfach eine Forenregel umgesetzt.

        • sigterm sagt:

          Hallo Melanie,

          das ist für mich das Erste Mal, das sich ein Verlagsmitarbeiter zu diesen Themen äußert und sich auch als solcher zu erkennen gibt. Auch wenn mir mit Sicherheit andere Statements von Mitarbeitern durch die Lappen gegangen sind: Hut ab dafür!

          Ich hoffe, das wir von Dir als Verlagsmitarbeiterin auch noch in 2 oder 4 Wochen lesen können. Und genau diese Hoffnung sollte „dem Verlag“ eigentlich zu denken geben. In den letzten Monaten durften wir als Fans einen Kahlschlag sondergleichen beobachten, ohne auch nur andeutungsweise etwas von „dem Verlag“ zu hören, das einer Erklärung für die Vorkommnisse nahe kommen würde.

          Das wollen wir: Eine Erklärung. Wie konnte es zu diesem Kahlschlag kommen? Und … wie geht es weiter?

          Zumindest für den zweiten Part wäre eine Antwort auf die Fragen, die Du selbst aufgeworfen hast, sehr hilfreich. Vielleicht fangt ihr damit mal an … das würde sicher einigen Diskussionen die Sitze nehmen.

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