DreieichCon 2012: Workshopbericht zum Reisekaisertum

Dieser Bericht fasst den Workshop zum Band über das Reisekaisertum aus der Feder von Jens Ullrich zusammen. Er basiert auf dem Video des Workshops, das uns netterweise von André Wiesler zur Verfügung gestellt wurde.

Nach dem Jahr des Feuers musste Rohaja die Ochsenbluter Urkundeunterschreiben, was das mittelreichische Militär vom stehenden Heer zur dezentralisierten Armee gewandelt hat. Die regionalen Herrscher haben im Zuge dessen an Macht gewonnen und das Reisekaisertum ist eine Möglichkeit für Rohaja, durch persönliche Anwesenheit mehr Einfluss am jeweiligen Ort zu behalten als durch das Senden von Depeschen mit entsprechenden Befehlen.

Der Tross Rohajas ist strukturell und personell angelehnt an das Reisekönigtum Friedrich Barbarossas, natürlich aventurisiert; deshalb, weil es ein stabiles System ist, das einem frei erfundenen, aber bei genauerer Betrachtung dysfunktionalen Apparat vorzuziehen ist.

Die Setzungen des Bandes sollen gut mit den Briefspielern abgestimmt sein bzw. werden.

Ein Teil Beschreibung der bestehenden Pfalzen, ein Teil Beschreibung eines Hoftags.

Teil 1

  • Wie funktioniert das Reisekaisertum?
  • Pfalzen existieren aus der Zeit der Klugen Kaiser und werden reaktiviert, finanzieren und versorgen den Tross, ebenso die Reichsstädte
  • knapp 1000 Leute des offiziellen Hofs (ohne Trossdirnen etc.)
  • neben dem offiziellen Beraterstab hat die Kaiserin ein ‚Küchenkabinett‘ mit weniger hochrangigen, aber Rohaja vertrauten Personen als ihre Ratgeber
  • Sicherheit der Kaiserin wird großgeschrieben, Schutzartefakte etc. beschrieben
  • Hofmarschall, Hoftruchsess, Hofkämmerer, Hofmundschenk
  • Hofkapelle (mit Kaplanen, also Geweihten)
  • Hofzirkel (mit den fünf Hofmagiern)
  • Waffenmeister, Jagdmeister (organisiert u.a. Jagden auf das „Schwarzwild“ Ork und Goblin)
  • Rohaja habe „ein Herz für Ritter“, Rittertum werde also im Umfeld des Hofes aufgewertet; also höfisches Rittertum mit Minne, Ritterlichkeit etc. pp.
  • Diese fast schon reaktionäre Entwicklung ist eine Gelegenheit für die Rondrakirche, ihre ‚Nachwuchsprobleme‘ anzugehen und hier zu rekrutieren
  • 100–200 Ritter, die direkt dem Reich zugehörig sind
  • Hofkanzler bestechlich, aber nicht immer da; Stellvertreter vom praiosheiligen Hüterorden …
  • Abschnitt „Dinge, die man im Zeltlager nicht tun sollte“
  • Zusammenfassung, wer mit wem gegen wen klüngelt

Teil 2

  • archetypischer Verlauf eines regionalen Hoftags
  • immer wieder Abschnitte, wie man bestimmte Szenen für gerade laufende Abenteuer nutzen, sie also da integrieren kann
  • mögliche Szenarien, die in dem Umfeld gespielt werden können, wie etwa Raulskrone klauen oder aber geklaute Raulskrone zurückholen, je nach Heldentyp

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Über Feyamius

Mein Name ist Daniel und ich spiele seit 1995 DSA, etwa seit dem Umstieg auf DSA4 größtenteils als Meister. Ich bin seit Herbst 2010 ein Nandurion-Blogger und Ansprechpartner für Simias Werkbank.
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4 Antworten zu DreieichCon 2012: Workshopbericht zum Reisekaisertum

  1. Joshuasagt:

    Ich finde das klingt ganz gut. Da steckt eine Menge Potenzial für viele tolle Abenteuer drin. Klar ist das im Grunde ein Lückenfüllerband, aber wenn das Ding nicht versucht mehr zu sein, als es ist, dann wird es bestimmt nicht schlecht.

  2. Xeledonsagt:

    Wird das eigentlich im Stile eines blauen Bandes aufgezogen? Weil ich fände da einen Kampagnen- bzw. Abenteuerband wesentlich sinnvoller, bei dem das erste Drittel bis maximal die Hälfte für den Hintergrund-Beschreibungs-Teil verwendet werden sollte, während der Rest sich aus konkreten Szenariovorschlägen und eventuell sogar einer zusammenhängenden Kampagne bestehen müsste, in deren Verlauf die Helden selbst an Rohajas Hof dienen und sich letztlich in der Hierarchie nach oben arbeiten können sollten. Ein bisserl Politik, ein bisserl klassische Heldenabenteuer, ein bisserl stimmungsvolles Hofleben, schön mit Schleife drum als frei variierbare, aber doch in sich konsistente Kampagne, die die Aufmerksamkeit nicht auf den heroischen Kampf gegen die äußere Bedrohung (Schwarze Lande) richtet, sondern eher die kleineren, fast schon alltäglichen Probleme und politischen Ränke am Hofe ins Zentrum rückt. Dann wäre dieser Band für mich echt interessant.

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