Aus dem Limbus – Mein Streifzug im Februar

Blick in den LimbusLiebe Leser*innen,

seit meinem letzten Streifzug ist wie immer so viel passiert, dass ich keine Chance habe, alle Themen mit Relevanz abzubilden. Daher möchte ich in aller Kürze einfach das benennen, was mir besonders aufgefallen ist. Dies ist ein Stück weit subjektiv, was gewissermaßen in der Natur der Sache liegt. Daher habt Nachsicht, falls ich Wichtiges übersehe. Diese Themen können gern in den Kommentaren genannt werden.

Aventuria BeitragsbildDas Aventuria-Crowdfunding schlägt Wellen, die über das Crowdfunding hinausgehen, wie ich erklären möchte. Zuerst begannen die Neuerungen mit der Entwicklung von verschiedenen Heldendecks, zum Beispiel: Meridiana Bornski, der Entdecker, oder Zardok, der Geweihte des Namenlosen. Parallel dazu kreierte man zwei neue Boxen, welche Borbarads Fluch sowie Nedime, die Tochter des Kalifen, in den Mittelpunkt stellen. Unabhängig von DSA gibt es seit einiger Zeit den Tabletop Simulator, mit dem man unterschiedliche Brett- und Kartenspiele am PC umsetzen kann. Und hiermit wird es in Kürze möglich sein, Aventuria (auf Deutsch und auf Englisch) am PC zu spielen, was ich persönlich grandios finde!

Die fantastische DSA-Dokumentation ist abgeschlossen. Hierbei ist auch Teil 7 (meiner Meinung nach) sehr gut gelungen, was vor allem Mháire Stritter und Nicolas Mendrek zu verdanken ist. In der finalen Folge kommt neben Mitgliedern der Redaktion auch die Community zu Wort, wie zum Beispiel Kai Frerich aus Bochum. Kai erzählt anschaulich von seiner Begeisterung für die Gareth-Box und die enthaltenen Abenteuer. Schön anzusehen ist auch der Moment als sich Robert Cousland, der vermutlich bekannteste DSA-Spieler Nordamerikas, sehr poetisch bei Werner Fuchs bedankt.

Teilzeithelden.deObwohl Orks bei DSA meistens braun oder schwarz sind, könnte man in Bezug auf diese Spezies sagen: „Grün ist eine bunte Farbe.“ Mit der Darstellung von Orks im Pen&Paper haben sich die Teilzeithelden intensiv auseinandergesetzt. Der Beitrag von Johannes Haslhofer ist lesenswert, denn es geht nicht nur um die Thematik von Orks als Anti-Helden, sondern auch um die Frage, unter welchen Bedingungen Orks das Zeug zu vollwertigen Spielercharakteren haben. Gerade mit Letzterem haben wir Nanduriaten uns auch schon beschäftigt: Unsere DSA5-Ork-Spielhilfe existiert seit Dezember 2019 und war eine schöne Zusammenarbeit mit dem DSA-Forum.

Das kommende DSA-Computerspiel „Book of Heroes“ haben die Eurogamer unter die Lupe genommen. Martin Woger freut sich zwar grundsätzlich auf „Book of Heroes“, sorgt sich aber, dass die Macher des Spiels unser Aventurien zu sehr auf das Wesentliche herunterbrechen, so dass vom typischen DSA-Flair unter Umständen nur wenig übrigbleibt. Ich persönlich bleibe trotzdem optimistisch und hoffe sehr auf packende Dungeon-Crawls.

Der SteamTinkerer hat zusammen mit seiner Spielrunde die Anthologie „Verräter & Geächtete“ abgeschlossen. Auf seiner Website findet man einen interessanten Spielbericht mit einem Fazit, das in Bezug auf die Anthologie positiv ausfällt. Das Abenteuer spielt in Havena und dreht sich um „fallende Sterne“ sowie um die so bekannten Gwen-Petryl-Steine. Nähere Infos zu den berühmten Steinen findet man direkt im Spielbericht. Man kann sich das Ganze übrigens auch als Audio-Stream anhören.

Auf dem YouTube-Kanal von „Zydie plays“ gibt es aktuell Einblicke in mehrere DSA-Runden. Gespielt wird erstens „Der gestohlene Traum“ aus dem Sammelband „Verwunschen & Verzaubert“. Gespielt wird zweitens die legendäre Phileasson-Kampagne. Reinschauen lohnt sich, denn wer von dem epischen Wettkampf um den Titel „König der Meere“ noch nie gehört hat, der kann seinen DSA-Hut getrost an den Nagel hängen.

Engors DereblickUnter der Regie von Philipp Siebenbürger entstand vor einiger Zeit eine vollfarbige Hausregelsammlung, die man hier bei uns herunterladen kann. Diese Sammlung wurde jetzt doppelt gewürdigt. Erstens gab es eine Rezension durch Engor aus Angbar. Zweitens hat Der Dan die Sammlung unter die Lupe genommen und hierzu einen Audio-Stream bei Youtube eingestellt. Ergänzt wird dies durch ein Interview mit Philipp Siebenbürger, in welchem er als Autor sein Werk kommentiert sowie erläutert.

Eskapodcast LogoObwohl der Eskapodcast immer wieder behauptet, er sei kein DSA-Podcast, hat die neueste Episode die Wahrheit ans Licht gebracht, denn hier geht es gleich mehrfach um „Das schwarze Auge“. Thematisiert werden die Vor- und Nachteile neuer Regeleditionen sowie die Schwierigkeiten, die viele Menschen mit sehr komplexen Regelsystemen haben. Auch die Fragen nach der Rolle der „Platzhirsche“ der Branche und nach der Bedeutsamkeit von Kickstartern werden nicht ausgelassen. Der Titel der Episode lautet „Zehn Dinge, die ich an dir hasse“ und ist (meiner Meinung nach) mit einem Augenzwinkern zu verstehen.

Hohe Sprachbegabung: Das DSA5-Grundregelwerk ist auf Spanisch erschienen. Das Gedruckte El Ojo Oscuro – Libro de Reglas hat Ulisses stolz beim aktuellen Vlog 79 vorgezeigt. Das spanische DSA wurde im  April 2019 in einem Crowdfunding mit 17.504 € gefundet. Im gleichen Video wurde übrigens ebenfalls verkündet, dass die französische Ausgabe L’Oeil Noir – Livre des règles in Kürze auch an Black Book ausgeliefert wird.

Zuletzt gibt es im Crowdfunding der DSA-Katzenvariante Die Schwarze Katze einen Ausblick was als nächstes für DSK folgen wird. Jens Ullrich und Nadine Schäkel arbeiten demnach schon länger an einer Spielhilfe unter dem Arbeitstitel Fasar: Brüchiger Frieden, die sich – wie der Name schon andeutet – mit den knuffigen Erwachten in Fasar beschäftigen wird. Das ganze soll wieder in einem Crowdfunding realisiert werden, für das aber noch kein Zeitplan versprochen wird.

Abschließend bleibt offen: Welche der hier genannten Themen fandet ihr spannend? Was ist denn Euch im Februar im Netz aufgefallen? Ich freue mich über jede Antwort und jedes Statement.

Über sirius

Sirius heißt im wahren Leben Moritz und wuchs mitten im Ruhrgebiet auf. Seit Anfang der 90er bereist er nicht nur Aventurien, sondern auch andere fantastische Welten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Pen&Paper, PC-Games, Hörbücher oder Kartenspiele handelt. Unterwegs erkennt man ihn daran, dass er fast immer ein gutes Buch dabei hat, das nicht dem Mainstream entspricht.
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4 Antworten zu Aus dem Limbus – Mein Streifzug im Februar

  1. Lorenz sagt:

    Sehr gelungene Übersicht! Ich finde es super, dass es in Ergänzung zu Nuntiovolo einen zusammenfassenden Rückblick durch das Auge eines Kenners gibt. Das ist ein bisschen so wie Tageszeitungen und Monatsmagazine.

  2. Danke für das Lob zur Doku! 🙂

    • sirius sagt:

      Das Lob habt ihr euch auch redlich verdient! Hat viel Freude gemacht, die Doku zu schauen. Und es hat meine Sehnsucht nach noch mehr DSA-Spielen geweckt, denn momentan spiele ich höchstens einmal pro Monat DSA………

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