Interview mit Ratemal

Er ist Deres erster Superheld (Nandurion berichtete). Lange hat es gedauert, diesen bescheidenen jungen Helden für ein Interview zu gewinnen.  Endlich ist es uns gelungen, und wir haben ihn jetzt alles gefragt – nach seinem Kater, seinem Reichtum und seiner Liebe zu einer Geweihten der Rondra.

Nandurion: Die Zwölfe zum Gruße, Ratemal! Wie schön, dass du Zeit und Mut gefunden hast, dich unseren nandusgefälligen Fragen zu stellen.

Rondra mit euch, liebe Nanduriaten! Ja, das tut mir auch sehr Leid, aber es hat alles ein wenig länger gedauert. Da soll noch mal jemand sagen, Aventurien sei zu klein. Es war ein ganz schön weiter Weg zu euch.

Nandurion: Ratemal von und zu Wasweißich ist ein doch recht ungewöhnlicher Name. Wurdest du so von deinen koboldischen Zieheltern genannt oder hast du ihn dir selbst ausgesucht?

Ach, den habe ich mir selber zugelegt. Mein richtiger Name ist [Anmerkung d. Red.: auch nach mehrmaligen Nachfragen konnten wir den Namen nicht richtig aussprechen, geschweige denn aufschreiben]. Aber da viele ein wenig Probleme haben den Namen auszusprechen, habe ich mir dann diesen ausgesucht. Ist doch hübsch, oder?

Nandurion: Vielleicht helfen wir unseren Lesern mal ein wenig auf die Sprünge: Du bist ein Schelm. Was genau ist das eigentlich? Was macht einen Schelm aus?

Jaaaa, bin ich! Was genau das ist? Hmm, das ist doch ganz einfach: ICH bin ein Schelm! Das reicht euch vermutlich nicht?
Na gut, also wir sind Tsas wohlbehütete Kinder und sind da, um der Welt und ihren Bewohnern ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern und ihnen die schönen und lustigen Dinge der Welt zu zeigen. Etwas, was ganz schön wichtig ist in so düsteren Zeiten wie diesen. Aber nebenbei versuche ich mit meinen Freunden auch noch die Welt zu retten. 🙂

Nandurion: Wie ist es denn so, bei Kobolden anstatt bei normalen Eltern aufzuwachsen? Da gibt es sicherlich einige einschneidende Unterschiede?

Ich weiß ja nicht, wie das bei dir so war, aber bei mir war alles schön. Viele Freunde gehabt … Biestinger, Kobolde und andere lustige Gesellen. Ich hatte eine schöne Kindheit und alles war ausgezeichnet. Und dann, von einem auf den anderen Tag, haben sie mich einfach vor die Tür gesetzt. Einfach so und dann war ich plötzlich irgendwo in Weiden … Dann war ich irgendwann wieder da und sie haben mich wieder rausgeworfen … und alles, was sie mir hinterlassen haben, war ein dämlicher Knopf. Ein KNOPF! Was soll ich denn damit anfangen?

Nandurion: Dürfen wir uns den Knopf mal ansehen?

Nein, mein Knopf. Den habe ich geschenkt bekommen, den gebe ich nicht mehr her!

Nandurion: Kennst du inzwischen deine leiblichen Eltern?

Meine richtigen Eltern? [Anmerkung d. Red.: Einige Weinkrämpfe und Erklärungsversuche später hat Nandurion wohl aus Versehen ein Geheimnis gelüftet …]

Nandurion: Du bist ja kürzlich erst sehr berühmt geworden, als du „DSDS“ gewonnen hast. Was war das für ein Gefühl? Hast du überhaupt damit gerechnet zu gewinnen?

Nein, wie konnte ich damit rechnen? Die Konkurrenz war so vielfältig und farbenfroh, ich selber hätte mich gar nicht entscheiden können, wen ich wählen sollte. Aber trotzdem bin ich natürlich gaaaaaanz schön glücklich darüber, dass ich gewählt wurde. Immerhin muss ich für die ganzen Schelme einstehen, die sonst unbegründeterweise nicht so gut wegkommen.

Nandurion: Aus sicherer Quelle wissen wir außerdem, dass du recht lange in Thalia Ljosvaki von Donnerhall, eine junge Rondrageweihte, verliebt warst. Wie kommt es, dass es dich ausgerechnet bei einer so wehrhaften jungen Dame erwischt hat?

Tja, das war ganz unverhofft. Wir waren gerade in Weiden und ich war über beide Ohren in die Holde Pandlaril verliebt. Moment liest sie mit?!‘
Doch als wir gerade in Weiden unterwegs waren, da sah ich sie: ihre klaren Augen, das längere Haar, die Ausstrahlung einer Löwin! Da war es um mein kleines Schelmenherz geschehen!

Nandurion: Was genau hast du getan, um sie von dir zu überzeugen? Und wie hat sie darauf reagiert?

Das war gar nicht so leicht, sag‘ ich dir! Die Gute hielt nämlich auch am Anfang nicht viel von Zauberei und sie damit zu faszinieren hat schon echt lange gedauert. Aber eigentlich war vor allem eins wichtig – Durchhaltevermögen. Ich bin den Weg zum Donnerbacher Rondratempel barfuß gegangen, bis meine hübschen Füßlein bluteten. Ich habe ihr Dinge geschnitzt, ihr Blumen dargereicht, Geschichten erzählt und sie zum Essen eingeladen. Ich habe mir sogar von meiner besten Freundin Chalibah einige Kniffe mit dem Kurzschwert beibringen lassen und gelernt eine Rüstung [Anmerkung d. Red.: aus Tuch] zu tragen! Am Anfang war sie nicht sonderlich angetan und dann sind ja auch noch ihre ganzen Verpflichtungen in Donnerbach … Aber mit der Zeit wurde sie mir zugeneigter und dann … dann kam dieser Bauerntölpel … dieser Arlan von Löwenhaupt. Nur Stroh im Kopf hat dieser junge Mann. Naja, dann war da die Sache mit dem Bund zwischen Arlan und Thalia. Tja, da war alle Hoffnung vorbei … Doch einige Wochen später habe ich sie wieder getroffen und war mit ihr ganz alleine in den Salamandersteinen … Aber nicht verraten, ja?

Nandurion: Du fühlst dich noch immer sehr zu den idealen der Rondrakirche hingezogen? Sehr ungewöhnlich für einen jungen Mann wie dich, nicht wahr?

Ja, das stimmt schon. Manchmal nehmen mich auch gar nicht alle ernst, aber wenn sie dann hören, was ich schon alles erlebt habe, dann sieht das schon wieder anders aus. Aber meine Beziehungen zu Chalibah und Thalia haben viel dazu beigetragen. Und ich denke, jeder muss einen Weg finden, allen zwölf Göttern gleichermaßen zu gefallen.

Nandurion: Was genau war deine größte Heldentat?

Puuuuuuh, das ist eine schwierige Frage. Einmal habe ich in der ganzen Stadt richtig leckere und süße Honigbonbons verteilt an alle, die welche haben wollten. Ein anderes Mal haben wir die Maday’kha aus den Händen des Aikar Brazoragh befreit. Das waren beides schon sehr gelungene Taten!

Nandurion: Gibt es ein Land, in das du schon immer einmal unbedingt reisen wolltest? Und wenn ja, warum?

In den Süden zu den Araniern und Tulamiden. Da kommt meine liebe Chalibah nämlich her und ich würde gerne mal wissen, wie die so gelebt hat. Ach und nach Maraskan möchte ich auch mal, mir wurde gesagt, dass Tsa da für besonders viel Vielfalt gesorgt hat.

Nandurion: Welche bekannte Persönlichkeit dieser Tage würdest du gerne mal auf einen Umtrunk treffen?

Ich muss dazusagen, das Trinken ist nicht so richtig meine Stärke. Das macht mich ganz kribbelig und dann werde ich ganz aufgedreht und und und … nein, das ist eher nicht so gut. Nun, aber Leirix von Punin würde ich schon gerne treffen. Immerhin soll er der König der Schelme sein!

Nandurion: Dein Kater ist ja schon ziemlich … wohlgenährt. Wie lange genau kennt ihr euch schon? Und wie bringst du ihn überhaupt dazu, sich mal vom Fleck zu bewegen (Anmerkung d. Red.: Das Tier ist GIGANTISCH!)? Wie ist er zu seinem klangvollen Namen gekommen?

Weißt du, ich bin mir gar nicht mehr so sicher. Murks habe ich kennengelernt, als wir den Katzenkönig befreit haben und da waren überall diese pelzigen und flauschigen Katzen und auch Murks war darunter. Irgendwie konnten wir seitdem die Katzen verstehen und Murks passte irgendwie zu mir, da habe ich ihn dann mitgenommen. Der Name kam mir dann einfach so in dem Sinn.
[Anmerkung d. Red.: Auf die Wiedergabe des ausufernden Gesprächs zweier Katzenliebhaber haben wir hier verzichtet.]

Nandurion: Man munkelt ja, dass du bereits die Holde Fee Pandlaril persönlich getroffen hast. Was kannst du uns über diese phantastische Begegnung verraten?

Ohh, Pandlaril ist eine hübsche Gestalt. Sie in Worte zu fassen ist gar nicht so einfach. Aber wenn du mal zu ihr möchtest, ich bin ihr ausgewählter Herold. Ich denke, ich kann dich zu ihr bringen.

Nandurion: Deine Kameraden haben uns erzählt, dass du (ihnen) ziemlich gerne Streiche spielst? Erzähl uns doch bitte von einer dieser unterhaltsamen Begebenheiten.

Was haben sie denn erzählt? Ich hoffe, nur Gutes. Einige Streiche gab es da schon, als wir in Donnerbach waren z.B. Da habe ich mich mal mit Chalibah und einem unglaublich sturen Rondra-Geweihten am Boden festgeklebt. Das war eine Sauerei sag ich euch. 😀
Leider hat das meiner Position gegenüber Thalia zu dem Zeitpunkt nicht so gut getan …

Nandurion: Du bist ja mit der Zeit ein recht berühmter Held geworden und hast einige Reichtümer angehäuft. Wer kriegt denn all dein Gold, wenn’s sich mal – Pandlaril behüte! – ausgeraten hat?

Na, Chalibah natürlich. Die verwaltet jetzt schon all mein Gold. Ich wüsste gar nicht, was ich damit anstellen sollte. Die wird dann schon wissen, was man damit am besten tun kann.. Momentan haben wir für unsere Taten von Walpurga ein kleines Stückchen Land bekommen, da bauen wir gerade unser Haus. Schaut gerne mal vorbei, ist ganz nah an der Reichsstraße.

Nandurion: Warum hast du eigentlich ein Glöckchen im Bart? Das muss es dir doch unmöglich machen, dich heimlich an jemanden anzuschleichen, oder?

Naja, Anschleichen ist auch nicht sehr rondragefällig. Also wenn wir auf Reisen sind, dann wird sich nicht angeschlichen, ob Ork oder sonst wer. Wir gehen immer ehrlich voran, außer das eine Mal beim Hornturm …

Nandurion: Hast du abschließend vielleicht noch einen Lieblingswitz, den du unseren Lesern gern erzählen möchtest?

Ich hatte mal einen, der hat dann aber gewechselt. Das ist aber auch schon ein wenig her und dann hatte ich einen anderen guten Witz und [Anm. der Redaktion: An dieser Stelle kürzen wir die lange Unterhaltung über viele Lieblingswitze, ohne auch nur einen gehört zu haben]. Und deswegen habe ich beschlossen keinen Lieblingswitz mehr zu haben, dann fühlen sich die anderen Witze nicht benachteiligt und ausgegrenzt.

Nandurion: Herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, mit uns zu sprechen, Ratemal.

Das habe ich doch gerne getan. Das nächste Mal kommt ihr zu mir und ich interviewe dich oder gleich die ganze Bande, ja? 🙂
Außerdem noch einmal herzlichen Dank an Verena Schneider für dieses wunderschöne Porträt von mir! Wirklich sehr gelungen! Sei eingeladen bei mir Gast in Weiden zu sein, aber bring Pinsel und Staffelei mit!

Das Interview führte Eevie.

3 Kommentare zu Interview mit Ratemal

  1. Närrchen sagt:

    Ratemal ist ein wirklich, wunderbares und drolliges Kerlchen! 😉
    Ich hätte gern ein Autogramm!^^

  2. Ratemal von und zu Wasweißich sagt:

    Natürlich, sehr gerne!
    Aber nur unter einer Bedingung. Ich möchte die Möglichkeit haben auf einem fliegenden Teppich zu fliegen, ja? 😀

    Schelmische Grüße
    Ratemal

  3. Närrchen II sagt:

    Hmm… Ich kenn‘ da wen, der wen kennt 😉

    also lieber Ratmal, ich denke, das mit dem fliegenden Teppich könnte man hinbekommen. ^^

    Mit närrischen Grüßen,
    der Narr 😀

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