Designgrundlagen von DSA5 einsehbar

DSA5 StressballUlisses veröffentlichte soeben die Eckpfeiler von DSA5, also die Basisüberlegungen zum neuen System, die für künftige Ansätze, Ideen und Ausarbeitungen wegweisend sein sollen.

Außerdem wird dort angekündigt, das Feedback der Spielerschaft künftig anders zu organisieren.

Quelle: Ulisses

P.S.: Von DORP.tv gibt es noch ein Video-Kurzinterview mit Mario Truant und Alex Spohr von der RatCon (Nandurion berichtete).

Über Feyamius

Mein Name ist Daniel und ich spiele seit 1995 DSA, etwa seit dem Umstieg auf DSA4 größtenteils als Meister. Ich bin seit Herbst 2010 ein Nandurion-Blogger und Ansprechpartner für Simias Werkbank.
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21 Kommentare zu Designgrundlagen von DSA5 einsehbar

  1. Frolix, der Hjaldinger sagt:

    Das sind leider wieder keine Design-Grundlagen, wie der Artikel ankündigt. Schade, aber vielleicht kommen sie noch…

  2. Salaza sagt:

    Hm. Ich weiß jetzt nicht, ob es eine festgelegte Definition von Design-Grundlagen gibt, die ich nicht kenne, aber was in dem Beitrag steht gibt mir schon eine Idee, wie das grundlegende System aussehen soll. Ich halte das entsprechend auch als vernünftige erste Grundlage für weitere Diskussionen. Wem das nicht reicht, der muss halt noch warten.

  3. Zwerg des Monats sagt:

    Das hört sich alles schon vernünftig an, wobei ich aber den Eindruck habe, dass wir eher über ein DSA 4.5 oder so reden.

  4. Uli sagt:

    Äh und wo sind jetzt die Änderungen?!
    Wurden hier nicht groß deutliche Umbrüche angekündigt oder war das bloß mein Wunschdenken? So klingt das alles so als bräuchte man dafür eigentlich keine neue Edition rausbringen.

  5. Walkir sagt:

    Okay, das klingt alles noch nach minimalen Änderungen und halb so schlimm. Wenn auch teilweise ungewohnt.

    Mal gucken wie Ulisses diese Änderungen dann umsetzt.

  6. Der Mönch sagt:

    Das ist ja mal derbe langweilig…

    (soll heißen: ich hätte mir deutlich mehr Radikalität erwünscht! Schade. Jetzt schon fast eine verpasste Chance in meinen Augen.)

  7. Dunki sagt:

    Es sind doch eher Errata als eine neue Version der Regeln. 😉

    Die gute Nachricht wäre, dass alle Leute die das 4.1 Regelwerk bereits besitzen nur einen Konvertierungsband kaufen müssen anstatt 5 neue Regelbücher.

  8. Connar Firunwulf sagt:

    Ich verfolge die Nachrichten ja jetzt nicht mit überdurchschnittlichem Interesse, aber trotzdem habe ich auf Grund der obigen Kommentare das Gefühl, ich wäre besser informiert als andere- und zwar alleine weil ich schon wieder nicht überrascht bin. Dass die Änderungen nicht radikal werden würden war schon bekannt, als die neue Edition angekündigt wurde. Wenn dort vom Austausch von GP mit AP, die Umgewichtung von Talentkosten und die Einführung von kleinen Stimmungszaubern die Rede war, dann ist es ja naheliegend, dass die restlichen Änderungen nicht spektakulärer sein werden. Denn dann hätte man *diese* ja stattdessen erwähnt.
    Mal ehrlich, was hätte man sich denn gewünscht? Oder besser, was hätte man sich gewünscht, was aber noch den Kern von DSA beibehalten hätte? Okay, ich wäre gerne die Rasse/Kultur/Professions-Pakete los, aber ich fürchte, das wird es nicht geben.
    Wann man eine radikale Änderung will, dann nimmt doch besser Splittermond. Oder GURPS. Oder Pathfinder.
    Es wurde eben über die Jahre die ganzen Themen gesammelt, die störend aufgefallen sind und schleift jetzt diese Kanten ab. Wem DSA4 schon vorher nicht (mehr) gefallen hat, dem wird DSA5 wahrscheinlich auch nicht deutlich mehr zusagen.

  9. Sindajin sagt:

    Ich finde es gut, dass die Änderungen nicht radikal sind. In meinem Alter will ich keine völlig neuen Regeln mehr lernen ; )

  10. Josch sagt:

    Die Eckpfeiler konkretisieren doch nur das ein wenig, was auf der Ratcon bereits angekündigt worden war. Dass angesichts der Umfrageergebnisse und des „Evolution statt Revolution“-Ansatzes jetzt die Kernmechanismen von DSA4 beibehalten werden würden, war doch vollkommen klar. Dass also weder die W-Setzensiehierdenlieblingswürfelihrerwahlein-Probe für Talente eingeführt wird, noch die passive Parade abgeschafft wird, noch die Heldengenerierung komplett neu erfunden wird, kann also eigentlich niemanden ernsthaft überraschen.

    Was den Rest angeht, so deutet sich doch in den Ankündigung schon merklicher Spielraum für Änderungen und Vereinfachungen an. Wenn das Talentsystem entschlackt wird, die Steigerung vereinfacht und angepasst wird, die Regelmechaniken für Geweihte und zauberernde Professionen angeglichen werden, Geweihte gegenüber magischen Professionen aufgewertet werden und Kämpfe vereinfacht und beschleunigt werden, kommt man dem Ziel, mit DSA5 eine leichter zugänglichere und schlankere Fassung von DSA4 zu machen, doch schon eine ganze Reihe von Schritten näher.

    Was die Namensgebung angeht, fehlt mir angesichts der Nichtexistenz von DIN-Normen zur Benennung von Regeleditionen bei Rollenspielen ein wenig die Grundlage, um Kommentare der Form „Das müsste aber eigentlich DSA 4.x heißen!“ sinnvoll beurteilen zu können.
    So wie’s aussieht, dürften die Änderungen von DSA 4.1 zu DSA5 aber gravierender sein als die von DSA2 zu DSA 3 – welches damit eigentlich DSA 2.1 (oder doch DSA 2.5?) hätte heißen müssen. Der Sprung von DSA 3 (also DSA 2.1 bzw. 2.5) zu DSA4 (DSA 3? DSA 3.1 ? DSA 3.5?) wäre dann wohl wieder einen ganzen Nummernschritt wert gewesen, so dass ich vermute, dass bei strenger Zählung für die folgende Edition DSA 3.5.2 oder DSA 3.7 angemessen wäre.
    Da ist mir „DSA5“ schon lieber. Von mir aus könnten sie es aber auch „DSA Π“, „DSA XXX“ oder „DSA 17&4“ nennen.

  11. Der Mönch sagt:

    Ich hätte mir zB einen radikalen Schnitt gewünscht, in dem ein komplett neues Regelsystem eingeführt wird. Ala Star Wars Edge of the Empire vielleicht. Aber ja, dass stimmt schon, das wäre wohl zu riskant gewesen. Die Ecken und Kanten von DSA4.1 wegzuschleifen ist wohl irgendwie naheliegender. Trotzdem schade.

  12. Varana sagt:

    Die Frage ist halt, was man unter „merklichem Spielraum“ versteht. Beispiel Talente – nimmt man die „Eckpfeiler“ (sorry, aber das geht echt nur in „“) ernst, werden z.B. die „Steigerungsblöcke“ (alle Körpertalente nach D, alle anderen nach B) gekippt und die Steigerungsschwierigkeit für jedes Talent einzeln festgelegt. Oder es ist irgendwie anders gemeint, aber es ist schon hanebüchen, daß ich sowas in einem „Eckpfeiler“-Dokument irgendwie herauslesen muß (oder auch nicht, je nachdem). Oder: Es besteht z.B. nicht die Möglichkeit, Talente aufzuspalten. (Schließlich steht da nur, daß zusammengefaßt wird oder verteuert wird.) Wenn die Option doch besteht, sollte man das so schreiben – ich gehe doch mal davon aus, daß die „Eckpfeiler“ vor der Ratcon standen und nicht erst jetzt am Wochenende schnell zusammengeschrieben wurden: man hatte also reichlich Zeit. Immerhin ist das ein zentrales Dokument für eine Neuauflage – in die Formulierung sollte man also auch entsprechend viel investieren. Genau das fehlt mir hier doch sehr: das Gefühl, es mit einem wohlüberlegten und durchdacht geschriebenen Text zu tun zu haben. Stattdessen ist es ein Sammelsurium an Einzelfallbesprechungen (Äußerlichkeiten von Zaubern), groben Absichtserklärungen („Kampf wird entschlackt“ – schön, aber wie?) und interpretationsbedürftigen Andeutungen (was bitte sind Kampfstile eigentlich genau?) Und v.a. fehlt mir eine klare Abgrenzung von Dingen, die im Fluß sind, und solchen, die fest stehen, gerade bei den Dingen, die irgendwie nur implizit auftauchen. „Liturgien sollen sich stärker an den Magieregeln orientieren“ – aber die Magieregeln an sich bleiben von den Grundlagen het exakt so wie bisher, oder kann man da auch noch was dran machen (z.B. sie näher an die Liturgieregeln oder an die Talentregeln bringen oder vereinheitlichen)? Was ist mit den Bereichen, die überhaupt nicht genannt werden?
    Das sind halt mMn keine „Eckpfeiler“, sondern ein grober Zwischenstand dessen, was grad in der Besprechung ist. Das ist auch nett zu wissen, aber nicht ganz das, was ich eigentlich drunter verstanden hätte.
    Und ja – man hätte gleich am Anfang auf der Ratcon sagen können, daß DSA5 keine Systemänderung bringen wird, sondern nur eine Anpassung von DSA4 sein wird. Wußte man sicher schon damals, aber wär ja auch unspannender gewesen. Kommunikation ist echt nicht Ulisses‘ große Stärke. 😉

  13. Vibarts Voice sagt:

    @ Uli,

    tatsächlich wurde auf der Ratcon nie ein „deutlicher Umbruch“ angekündigt, sondern eine „Evolution“ von DSA 4.1. Wieso sich in der Community das hartnäckige Gerücht eines radikalen Neustarts hält, ist mir bis jetzt unergründlich, trotz aller kommunikativer Probleme hat Ulisses an dieser Tatsache nie einen Zweifel gelassen, sondern sie von Anfang deutlich hervorgehoben.

    Aber sehen wir’s mal optimistisch (was zu mir eigentlich gar nicht passt): Während Revolutionen zwar mit großem Wumms auftraten, führten sie recht häufig im Endeffekt zu Verwerfungen, Ungleichzeitigkeiten, unangenehmen Auswüchsen und einige davon resultierten in nicht-überlebensfähige Kunstgebilden mit geringer Halbwertszeit. Die Evolution hingegen …

  14. Josch sagt:

    Was mich allgemein mal interessieren würde: Ab wann gilt eine Änderung denn als radikal? Wäre es schon radikal, in Zukunft alles mit W% würfeln zu lassen, dafür aber den Wust an Talenten und die aktive Parade beizubehalten?

    @Varana: Die Eckpfeiler heißen, so denke ich, so, weil sie nur grob den Rahmen skizzieren, in dem sich alles Weitere bewegen wird. Ich würde es nicht so sehen, dass alles, was da nicht explizit genannt ist, ausgeschlossen ist (Beispiel: im Detail Vereinfachungen der Magieregeln) – das wäre angesichts der Aufforderung zu Feedback auch wenig sinnvoll – sondern umgekehrt so, dass hier explizit genannt wird, an welchen Schrauben dezidiert nicht gedreht wird. Wenn eine denkbare Änderung in den Eckpfeilern nicht explizit ausgeschlossen wird, dann lässt sich darüber diskutieren – so mein Eindruck. Dass es in zahlreichen konkreteren Punkten noch keine kommunizierbare Entscheidung gibt, erscheint mir jetzt auch wenig überraschend, ansonsten hätten man sich den ganzen Popanz mit dem Feedback ja gleich sparen können.

  15. Walkir sagt:

    Bisher klingt es nicht nach radikalen Änderungen – und das ist gut so. Das hat mich jetzt nicht davon abgebracht DSA erstmal DSA sein zu lassen und in fünf Jahren mal zu gucken ob’s was geworden ist oder sie doch zu viel geändert haben – der Großteil meiner Gruppe ist schließlich noch nicht mal nach 4.1 generiert – aber wenn sie das angekündigte gut umsetzen (und da liegt der Hase im Pfeffer) kaufe ich die 5. Edition Aventurien vielleicht doch noch.

  16. Walkir sagt:

    DSA5 erstmal DSA5 meine ich, wieso ging die 5 verloren..

  17. Remy Menari sagt:

    Also wirklich, lieke 4.2er-Fraktion, wenn radikale System-Änderungen drinwären, müssten wir uns doch lieber gleich der Riege an Shadowrun-Spielern anschließen, die sich weigern, „Shadowrun 4“ oder „SR4“ zu sagen, und stattdessen „neoSR“ bzw, „nSR“ verwenden, da SR4 ja nun keine wirkliche Fortführung der 2er und 3er Edition gewesen sein!*

    Im übrigen plädiere ich rückwirkend darauf, DSA4 in „DSAneu“ umzubetiteln, und als Kürzel für das offiziell als „überarbeitete 4. Edition“ gern verwendete „4.1“ lieber „DSAneu Rev 1.0X“ zu nehmen, wobei das X mit der jeweiligen Auflage von Wege der Helden & Co übereinstimmen sollte, um auch ganz genau wiederzugeben, mit welcher Auflage und welchem aufgespielten Update man gerade hantiert.

    * Frage mich, wie die aktuell wohl mit Shadowrun 5 umgehen.

  18. Connar Firunwulf sagt:

    @Remy: Das mit SR hat irgendwie was von konservativen Politikern, die sich weigerten „DDR“ zu sagen und nur von der „Zone“ sprachen. Oder Grandpa Simpons, der nur 48 Sterne auf der US-Flagge hat, weil er irgendwelche Staaten nicht anerkennt…

    Aber warum nicht die Nummeriererei aufgeben und coole Namen wählen? Elder Scrolls V heißt ja auch Skyrim. Nennen wir es doch… uDSA! Für Ulisses DSA. Oder, weil Götternamen immer die ersten Buchstaben groß haben SCHAUG (für das SCHwarze AUGe). Das kann man auch jugendlicher Machen: ’s Auge (wie in „Ey, spiel’n ma s‘ Auge?“) Oder Nord-DSA (und DSA4 ist Süd-DSA). Oder DSA: The Next Generation. Oder gleich DSA Next… halt, Moment…

  19. Varana sagt:

    Die Numerierung bei TES ist nicht abgeschafft, es war schon immer so, daß der „Untertitel“ betont wurde – The Elder Scrolls I: Arena, TES II: Daggerfall, TES III: Morrowind, TES IV: Oblivion, TES V: Skyrim.
    Analog wäre also „DSA 4: Alles hat Vor- und Nachteile“, „DSA 4.1: Der Wegebändiger“, „DSA 5: Prediger 1, 9“. 😉

    Josch: Der Text ist mir einfach zu DSA4-typisch: Ein wildes Herumbasteln an Symptomen und Details. Ich mache mir bei so einem Projekt doch vorher Gedanken, in welche Richtung ich will, welche Leitlinien ich damit verfolge, wie der Zeitplan aussieht usw. Und zwar bevor ich in die Öffentlichkeit gehe.
    Aber davon sehe ich nur Teile, und die sind vergraben in allen möglichen Detailproblemchen. „3W20 in der bisherigen Form soll bleiben, Kampf mit AT/PA und 1W20 soll bleiben“ – ja, genau das sind Eckpfeiler. Ob es noch Freie Aktionen gibt, ist da schon wesentlich weniger wichtig. Und den Vogel schießen wirklich die Zaubertricks ab.
    Das läßt alles wenig Struktur erkennen. Wenn ich die Kampfregeln durchgehe und eine Festlegung treffe wie „Freie Aktionen werden gestrichen“, dann habe ich entweder ein tragfähiges grundlegendes Prinzip, anhand dessen ich das entscheide, oder die Überarbeitung ist schon so weit gediehen, daß ich solche Details sicher weiß, oder aber ich fische einfach mal im Trüben. Der Text macht leider den Eindruck, es handle sich um Letzteres. Es sind einfach keine „Eckpfeiler“ – es sind zweieinhalb Eckpfeiler, drei Zwischenwände, einige Grundmauern – und ein Farbmuster für die Badfliesen.

    Daß man nicht viel verändern will, wie DSA4 funktioniert, ist ja okay. Kann ich sehr gut damit leben. Aber mir fehlt ein Zeichen, daß man tatsächlich von Anfang an planvoll vorgeht. Dieser Text hat den Eindruck eines konfusen und wenig durchdachten Starts leider verstärkt, nicht aus dem Weg geräumt.

  20. Uli sagt:

    Bezüglich des Namens:

    Ich würde es einfach „Das schwarze Auge“ nennen und dann (viel) kleiner darunter „Regeledition 2013“.
    Das hat den großen Vorteil, dass meiner Ansicht nach „DSA 5“ bei potentiellen Neukäufern abschreckend wirkt („schon fünfte Edition? Der Zug ist abgefahren….“) und es zudem zeigt, dass es sich um ein top-aktuelles Produkt handelt, dem man aber einen klassischen, nicht überladenen Namen gegeben hat.

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