Mario Truant verlässt Ulisses (Update)

Ulisses LogoSoeben wurde im Ulisses-Blog verkündet, dass Mario Truant nicht länger als Verlagsleiter bei Ulisses Spiele tätig ist.

In der sehr kurzen Ankündigung heißt es weiterhin, dass es durch seinen Weggang keine Änderungen an den geplanten Produkten geben wird.

Update: Die Meldung wurde nun um die üblichen Dankesworte sowie eine Bekräftigung der einvernehmlichen Trennung erweitert.

Quelle: Ulisses-Blog

Über Curima

Moin, ich heiße Lena, bin 32, komme aus Hamburg und spiele seit 2003 DSA. Ich spiele lieber als ich leite und schicke meine diversen Charaktere fast jeden Samstag durch Aventurien. Seit Mitte Mai 2012 arbeite ich bei Nandurion mit.
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39 Kommentare zu Mario Truant verlässt Ulisses (Update)

  1. H@derlump sagt:

    Hm…, ich mach mal den boesen Unker:
    Normalerweise (werden gegangen) gehen hochrangige Firmenmitarbeiter nur, wenn die Zahlen nicht stimmen und ihnen nicht zugetraut wird, dieses zu aendern. Dazu wuerde passen, dass zum Zeitpunkt der Ankuendigung doch ziemlich ueberraschend, DSA5 erscheint. Das wirkt nach einem finanziellen Notschuss.
    Ich hoffe es nicht, wuerde mich aber auch nicht wundern, wenn Ulisses ein mittelgradiges Finanzproblem hat…

  2. Fil sagt:

    Eine unerwartete Nachricht. Die Truant-Phase ist zuende. Bin gespannt wie die DSA-Entwicklung in Zukunft organisiert sein wird.

  3. Jahnu sagt:

    @ Horus: Das wollte ich gar nicht gesagt haben, aber ich schaue darauf, wie sich meine Einstellung zu DSA verändert hat. Früher war ich Fan und konnte über vieles Semi-Professionelles hinwegblicken. Nach den Entschlackungs-, Entkrustungs- und Professionalisierungsrunden und dem neuen Marketingsprech betrachte ich mich halt nur noch als Kunde und schaue kritischer hin. Und wenn ich heute lese „XY ist weg“ oder einmal „Ulisses ist pleite“, dann denke ich nur noch: „so what?“ Und bei einem DSA 4.1.0.1 werde ich sehr kritisch vergleichen, ob ich wirklich noch einmal viel Geld für ein zu 95% identisches Produkt ausgeben will (früher: „Cool, neue Regionalspielhilfe! Da werden wir vermutlich nie spielen. Und Zack, gekauft!“).

  4. Hauclir sagt:

    Ich sehe das Ganze auch etwas entspannter. DSA wurde schon so oft tot geredet und hat es immer wieder geschafft, zu überleben. Frühere Krisen (Insolvenz von Schmidt Spiele etc.) waren sicherlich besorgniserregender zu bewerten als „nur“ ein Personalwechsel… Vielleicht gibt es jetzt ja aber doch noch mehr als eine „Evolution“ von DSA4!

  5. Arkanil sagt:

    Zur Gesellschafterstruktur der Ulisses Spiele GmbH hat Sedef ibn Feyhach bereits die richtige Info gegeben: Die lässt sich unter http://www.handelsregister.de kostenpflichtig einsehen. Ich habe das mal gemacht, die genauen Zahlen aber leider nicht mehr parat. Es ist aber so, dass Mario Truant Mitgesellschafter ist, jedoch nur Minderheitsanteile an der GmbH hält. Die – wenn man es so nennen möchte – „absolute Merheit“ liegt beim Geschäftsführer Plötz. Daran hat sich meines Wissens bislang nichts geändert (zumindest gibt es keine Hinweise im Handelsregister).

  6. Bob sagt:

    Ich finde das nur konsequent. Ich mein, was verbindet man denn schon mit seinem Namen? Das Rausekeln von Wachholz, Römer, Don-Schauen, den Schwefels und anderen fähigen Leuten. Davon hat sich DSA bis heute nicht erholt, find ich. Und dann das Vertreiben von rechtsextremer Literatur. Etwas anderes ist mir jetzt nicht wirklich in Erinnerung geblieben. Von daher ist der Rücktritt/Rauswurf nur konsequent, wenn auch etwas verspätet.

  7. Josch sagt:

    Vor allem gilt auch in diesem Fall: Spekulationen über die Gründe dieses Schritts bleiben eben das – Spekulationen. Ob Mario Truant jetzt beschlossen hat, auf Mallorca eine Aussteigerexistenz zu beginnen, ob, was irgend eine höhere Entität verhüten möchte, gesundheitliche Überlegungen eine Rolle gespielt haben, oder ob es inhaltliche Gründe waren, die zu der Trennung geführt haben – wir werden es nicht wissen, ebenso wenig, wie ob die Trennung im Guten, im Schlechten oder im Neutralen verlaufen ist. Und ich sehe eigentlich auch keinen Grund, warum wir es wissen müssten.

    Interessant wird hingegen, wie sich DSA in der mittelfernen Zukunft entwickelt. In den letzten zwei, drei Jahren hat es sich ja einigermaßen eingebürgert, jeden (als solchen wahrgenommenen) Fehler und jede unglückliche Entscheidung im Hause Ulisses Mario Truant anzulasten. Von daher dürfte es spannend sein, zu sehen, was von dieser Hypothese mittelfristig übrig bleibt.

  8. Szass Tam sagt:

    Ist Jens Ullrich noch dabei? Der scheint auf der Mitarbeiterseite nämlich auch nicht mehr auf – es sei denn, ich hab ihn übersehen.

  9. Zwerg des Monats sagt:

    @Josch: Das wird sich nicht falsifizieren lassen. Dem Nachfolger steht es offen, ebenso Fehlentscheidungen zu treffen und nach eigenem Gutdünken Fehlentwicklungen einzuleiten. Das war kein Privileg von Truant. Davon mal ab versteh ich die dahinterstehende Frage nicht. Wem sollte man denn sonst Fehlentscheidungen zuschreiben, wenn nicht dem verantwortlichen Verlagsleiter? Dem Praktikanten? Dem Lektor?

  10. Gecq sagt:

    @Szass Tam
    Da sind die MitarbeiterInnen aufgeführt, also fest angestellte.
    Freie Autoren tauchen dort nicht auf. Jens Ullrich dürfte als weiterhin für DSA tätig sein.

  11. Josch sagt:

    @Zwerg des Monats: Z.B. dem Geschäftsführer oder auch den Mitarbeitern, wenn sie relativ freie Handhabe bei der Ausgestaltung Ihrer Projekte haben (was ich nicht beurteilen kann).

  12. Nebachot sagt:

    Vielleicht wäre ein „Wege des Verlags“ hier das Richtige?!

    N.

  13. Horus sagt:

    „Wem sollte man denn sonst Fehlentscheidungen zuschreiben, wenn nicht dem verantwortlichen Verlagsleiter?“

    Wie wäre es mit dem Verlag als Ganzem?! Weiterhin ist es sicher sehr diskutabel was genau im Zusammenhang mit DSA eine Fehlentscheidung war. Wenn ich den Fantasy-Händler bei mir ums Eck frage, läuft DSA wie geschnitten Brot. Kann also bei DSA nicht alles so falsch sein, außer das Ruhrgebiet ist eine absolute RPG-Ausnahme und ich lebe auf einer Insel.

    Aber Schuld braucht einfach ein Gesicht. Kleinigkeiten wie Prozesse, Entscheidungswege oder ähnliches sind ja eh nicht interessant. Einer hat’s gemacht und ist an allem Schuld. Nicht das Team oder das Unternehmen oder die Strukturen. Und nur einer hat die vielen vielen „fähigen Leute“ rausgeekelt und ist der Grund warum DSA über den Jordan geht. DSA besteht eigentlich auch nur aus einem Mann (wobei dieser natürlich nichts mit den tollen Büchern, z. B. der Quanionsqueste, am Hut hat, die haben ja sicherlich andere gemacht…).

    DSA wird es überleben. Es wird sich zeigen, ob nun alles besser oder schlechter läuft.
    Mein persönlicher Tipp: Es bleibt alles wie gehabt…

  14. Ich kenn ihn zwar eher von Pathfinder und halte ihn privat für einen netten Typen, insofern sei ihm alles gute gewünscht. Seine Fußstapfen sind nicht ganz klein.

  15. ulix sagt:

    @Horus:
    Ich habe das (vollkommen subjektiv) tatsächlich immer so wahrgenommen, dass das Ruhrgebiet eine, wenn nicht gar die, DSA-Hochburg in Deutschland ist.

  16. Horus sagt:

    @Ulix
    Natürlich ist das Ruhrgebiet per se eine Hochburg! Hier gibt es FIEGE PILS und STAUDER!!! 🙂

    Ob es eine DSA-Hochburg ist, keine Ahnung. Im DSA4-Forum, gibt es sicherlich viele Gruppen- und Spielergesuche. Aber das ändert nichts an meiner subjetiven Wahrnehmung, dass es sich verkauft. Und wenn das Geschäft halbwegs läuft, hat man ja scheinbar nicht alles falsch gemacht…ich weiß, subjetive agrarökonomische Weisheiten mit dem Falkenkopf…

  17. Sindajin sagt:

    Meiner Meinung nach sind Personen bei DSA derzeit austauschbar. Diejenigen, die DSA geprägt haben, sind ohnehin alle schon weg. Und die große Stärke, der tiefgründige und lebendige Hintergrund ist praktisch abgeschafft. Man muss nicht mehr viel über DSA wissen, um DSA zu machen. Das zeigt sich ja auch daran, dass Personen mit nur sehr kurzer DSA-Erfahrung Redaktionsmitglieder werden und wichtige Kampagnen von systemfremden Lohnschreibern erstellt werden (Da das zwangsläufig nicht ganz passen kann, nennt man die Kampagne dann „für Einsteiger“.)

    Von daher überrascht es mich auch nicht, dass keine Auswirkungen auf Produkte vorgesehen sind. Damit ist sicherlich vor allem das Einhalten der Erscheinungstermine gemeint, darauf legt Ulisses im Gegensatz zu den Vorgängern ja Wert. Dafür wird über die Inhalte erst nach Erscheinen nachgedacht.

  18. Cifer sagt:

    @Sindajin
    Elitism, much?

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